Fußball : Gnadental baut Vorsprung aus

Mit dem 1:0-Erfolg im Nachholspiel beim Polizei SV Neuss II hat die Elf von Trainer Otten einen weiteren Schritt Richtung Bezirksliga gemacht. Das Polster auf einen Nichtaufstiegsplatz beträgt nun neun Punkte.

A-Ligist DJK Gnadental hat sein Nachholspiel beim PSV Neuss II am Karnevalssamstag mit 1:0 (Halbzeit 1:0) gewonnen und den zweiten Tabellenplatz damit vorerst zementiert.

Dass die Partie am Stadtwald alles andere als ein fußballerischer Leckerbissen war, hatte viele Gründe: Zum einen zeigten sowohl der Aufstiegsaspirant, für den Stürmer Kamill Niewolik mit einem gefühlvollen Heber schon in der 18. Minute das Siegtor schoss, als auch die etwas hinter den eigenen Erwartungen stehenden "Polizisten" auf dem harten Aschenplatz eine eher dürftige Leistung. Versuchten die Gnadentaler zu Beginn noch, ihr gepflegtes Kombinationsspiel aufzuziehen, wurden die Bälle mit zunehmender Spieldauer meist lang und unpräzise über das Spielfeld geschickt, Unkonzentriertheit und Fehlpässe häuften sich. "Ich glaube, dass der Sieg insgesamt schon verdient war. Spaß hat das heute aber nicht gemacht", musste DJK-Trainer Hermann-Josef Otten zugeben.

Zum anderen trugen aber auch die pausenlos meckernden Gastgeber ihren Teil dazu bei, dass sich nicht nur Otten den Schlusspfiff herbeiwünschte. So kommentierte die von einem privaten Todesfall offensichtlich aus dem Gleichgewicht gebrachte Truppe um Kapitän Savas Yalcin jede noch so irrelevante Entscheidung des stark geforderten Schiedsrichters Thomas Eick in oft unangebrachter Form, was mit der Gelb-Roten Karte gegen Necati Durmus (82.) wegen Beleidigung noch ein relativ glimpfliches Ende fand. Die eingewechselten Frederic Otten und Sören Lichtenhagen mussten in der Schlussphase nach überharten Aktionen zudem auf dem Platz behandelt werden. "Darauf haben wir uns eingestellt, wir spielen ja schließlich nicht zum ersten Mal hier", war Otten vorbereitet. "Fußball kann der PSV aber trotzdem spielen."

Und das tat der Fast-Aufsteiger der vergangenen Saison nach der Pause auch. Sturmtank Volkan Öktem hätte die ungewohnte Unordnung in der besten Verteidigung der Liga (19 Gegentore) in drei Situationen zum Ausgleich nützen können, auf der Gegenseite verpassten Niewolik und Oliver Klein die Vorentscheidung. So blieb es beim 1:0, was den Gnadentaler Aufstiegsplatz mit nunmehr neun Punkten Abstand auf den Tabellendritten VdS Nievenheim II polstert.

"Ich bin jetzt einfach nur froh, dass das Spiel vorbei ist", war Otten erleichtert, gleichzeitig kann er schon für die Bezirksliga planen. Dort wird man sich die Reise in den Stadtwald wohl sparen können.

(NGZ)