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Hockey: Gleiche Gegner – ganz andere Vorzeichen

Hockey : Gleiche Gegner – ganz andere Vorzeichen

Nur sieben Hockeyvereine in Deutschland sind gleichzeitig mit einem Herren- und einem Damenteam in der Bundesliga vertreten. Vier von ihnen sind am Wochenende unter sich, denn der Club an der Alster und der UHC Hamburg sind morgen und am Sonntag beim HTC Schwarz-Weiß Neuss und beim Düsseldorfer HC zu Gast.

Die Gegner sind gleich: Am Samstag treffen die Herren um 14 Uhr, die Damen um 16 Uhr auf Alster, am Sonntag spielen zunächst (12 Uhr) die Herren, anschließend (14 Uhr) die Damen gegen den UHC. Doch die Vorzeichen sind vollkommen unterschiedlich: Bei den Damen sind die ersten Drei der Tabelle unter sich, bei den Herren stehen sich an diesem Wochenende die letzten Vier gegenüber. Andreas Bauch misst dieser Tabelle allerdings nicht viel Bedeutung zu: "Alster und UHC gehören da unten nicht hin, die werden da 'rauskommen", ist der Herrentrainer des HTC überzeugt. Am liebsten wäre ihm freilich, die Schwarz-Weißen wären dabei nicht allzu sehr behilflich: "Wir wollen schon versuchen, zu punkten. denn wenn du einmal den Anschluss an die Konkurrenz verlierst, wird es schwer."

Genau in dieser Situation sieht sich der Deutsche Meister, denn mit erst fünf Punkten liegt der Club an der Alster zwei Zähler hinter dem punktgleichen Trio Düsseldorf, Neuss und UHC. "Wenn wir jetzt nicht punkten, wird es kritisch. Wir dürfen uns keine weiteren Niederlagen erlauben", sagt deshalb Alster-Trainer Joachim Mahn, dessen Team den Weggang von sieben Stammspielern offensichtlich noch nicht verkraftet hat. Mit dem 3:1 gegen den Crefelder HTC gelang Alster am Samstag der erste Saisonsieg. "An diese Leistung wollen wir anknüpfen", sagt Mahn, der allerdings tags darauf beim 0:5 gegen Harvestehude eine "desolate Leistung" sah. Martin Schultze, sein Kollege beim UHC, hat weiter mit verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen, bei Neuss fehlt nur der grippekranke Christof Steins.

Seit sechs Spielen ungeschlagen sind die schwarz-weißen Damen. "Das ist schön, aber diese Serie wird irgendwann mal zu Ende gehen", sagt Trainer Simon Starck. Vielleicht schon am Wochenende, "schließlich treffen wir auf den Deutschen Meister und den Tabellenführer." Beide kommen jedoch mit personellen Problemen an den Niederrhein: Spitzenreiter Alster muss auf Torhüterin Karin Blank und auf Lea Loitsch verzichten, beim UHC sind Jennifer Plass, Janne Müller-Wieland und Marie Mävers angeschlagen oder erkrankt. "Aber beide haben so einen top-besetzten Kader, das können die wegstecken", glaubt Starck, den auch eine Niederlage nicht umwerfen würde: "Wir haben doch jetzt schon mehr Punkte geholt als in der gesamten vergangenen Saison." Gegen ein paar mehr hätte er freilich nichts einzuwenden.

(NGZ)