Korschenbroich : Glehner Mitte neu gestalten

Die Hauptstraße soll umgebaut werden. Ob der Rhein-Kreis Neuss mit dem Bauvorhaben noch in diesem Herbst beginnt, hängt von der Höhe der Landeszuschüsse ab. Die Gesamtkosten liegen bei 750 000 Euro.

Die Hauptstraße soll umgebaut werden. Ob der Rhein-Kreis Neuss mit dem Bauvorhaben noch in diesem Herbst beginnt, hängt von der Höhe der Landeszuschüsse ab. Die Gesamtkosten liegen bei 750 000 Euro.

Glehn Die Rhein-Kreis Neuss steht in den Startlöchern: Wenn der Regionalrat Ende März das Förderprogramm für den kommunalen Straßenbau verabschiedet, steht der Umbau der Glehner Ortsdurchfahrt auf Rang acht der Prioritätenliste der Bezirksregierung. "Die Pläne sind fertig, uns liegt aber noch keine verbindliche Zusage aus Düsseldorf vor", erklärte gestern Arnd Ludwig vom Kreistiefbauamt. "Vorausgesetzt das Förderprogramm wird so wie es ist verabschiedet, könnten wir schon in der zweiten Jahreshälfte mit dem Ausbau der Hauptstraße durchstarten", so Ludwig gegenüber der NGZ.

Zur geplanten Bauzeit befragt, spricht Arnd Ludwig von sechs bis sieben Monaten. Besonders wichtig für ihn: "Das Glehner Schützenfest bleibt von den Bauarbeiten unbeeinflusst." Der Rhein-Kreis als Bauträger hat auch den örtlichen Handel fest im Blick: "Wir werden die Anliegen der Kaufleute bei den Arbeiten berücksichtigen." Die Maßnahme ist mit rund 750 000 Euro kalkuliert. Der Rhein-Kreis Neuss übernimmt — immer vorausgesetzt die Landesmittel fließen — 300 000 Euro der Gesamtkosten.

Zum Hintergrund: Noch bis in die 60er und 70er Jahre galt die Glehner Ortsdurchfahrt als Verbindungsstrecke zwischen Neuss und der ehemaligen Stadt Rheydt. Bis zum Ausbau der heutigen B 230 hatte die Durchfahrt Bundesstraßen-Charakter. Heute liegt der 1,4 Kilometer lange Straßenzug in der Zuständigkeit des Rhein-Kreises.

Und so freut sich Bürgermeister Heinz Josef Dick besonders auf die anstehende Maßnahme: "Wenn die Fördermittel aus Düsseldorf fließen, bekommen wir als Stadt eine schmucke Ortsdurchfahrt, für die die Stadt nichts zahlen muss." Mit dem Umbau der Kreisstraße 8 soll der Hauptstraßenzug speziell für Kinder, Schüler, Senioren und Radfahrer sicherer werden. "Es war ein Herzenswunsch von Peter Esser, der sich über viele Jahre hinweg dafür im Kreisnahverkehrsausschuss stark gemacht hat", erinnert Dick an den Einsatz es früheren CDU-Ratsherrn. Zunächst sollen die vorhandenen Radwege zusammengeführt werden: "Der durchgängige Netzschluss zwischen den außerorts gelegenen Radwegen an der K 8 wird damit erreicht." Geplant ist auf der Hauptstraße selber — vom Hagelkreuz bis hin zur Einmündung Heidestraße — ein beidseitiger Fahrradweg. Er soll weiß markiert werden. Damit aber nicht genug: Die Planungen sehen zur Freude von Heinz Josef Dick, neben einer Begrünung, auch drei Querungshilfen vor: am Hagelkeuz, an der Pfarrkirche in der Höhe des Denkmals und an der Heidestraße. Wichtig ist dem Bürgermeister, dass in dem Zusammenhang die Einmündung zur Joenstraße baulich entschärft wird: "Es wird alles sicherer und übersichtlicher."

(RP)