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Korschenbroich: Glehner Festzug mit 1200 Marschierern

Korschenbroich : Glehner Festzug mit 1200 Marschierern

Schon beim Fackelzug am Samstagabend lockten die Glehner Schützen Tausende von Besuchern an. Der Vorstand sucht eifrig nach einem Thronfolger für Schützenkönig Michael Schröder. Morgen soll der neue Regent ermittelt werden.

Als Mitglied der Liedberger St. Sebastianus-Bruderschaft ist Dietmar Ibach mit dem Schützenwesen nicht unvertraut. Gleichwohl geriet der stellvertretende Bürgermeister beim Empfang für den König und seine Minister in der Gaststätte Trauscheidt geradezu ins Schwärmen: "Es war ein Traum zuzuschauen", sagte Ibach gestern mit Blick auf den Fackelzug.

Sechs Großfackeln hatte das Regiment den nach Tausenden zählen Zuschauern diesmal präsentiert. Erwartungsgemäß kam es wieder zu einem Duell zwischen dem von Frank Heckmanns geleiteten Jägerzug "Saubuam" und dem Jägerzug "Flotte Boschte" um Thomas Coenen. Die erprobten Fackelbauer beider Züge beschäftige diesmal das erstmals im Festzelt praktizierte Rauchverbot, mit dem sie sich kritisch beschäftigten. Die Nase vorn hatten bei der Jury diesmal die "Saubuam", die mit ihrer Fackel den Verdacht illustrierten, dass beim Wegfall von Tabakqualm womöglich noch unangenehmere Gerüche deutlich zu bemerken sein würden. Die zeitweilig auf Platz eins abonnierten "Flotten Boschte" sahen mit ihrer Fackel den "Minister im Raucherkäfig." Gleichauf auf Rang zwei landete diesmal der von Heinz Mücke geführte Jägerzug "Freiwild".

Ganz so dramatisch, wie es die Fackelbauer befürchtet hatten, verlief der erste Abend mit Rauchverbot jedoch nicht. "Das Zelt war proppenvoll", zeigte sich Schatzmeister Wolfgang Engels hocherfreut. "Für die Raucher haben wir ein eigenes Vorzelt eingerichtet. Da gab es keinerlei Probleme", so Engels. Einen gelungenen Einstand feiern konnte die Band "Mikado", die die musikalische Grundlage für Hochstimmung legte.

Großer Beifall brandete gestern Nachmittag in der Gaststätte Trauscheidt auf, als Schützenkönig Michael Schröder und seine beiden Minister Hans-Josef Küppers und Eddi Roumen um Punkt 14.13 Uhr den Saal betraten. Präsident Hubert Tokloth konnte neben den Vizebürgermeistern Dietmar Ibach und Hans-Willi Türks auch Ansgar Heveling und Lutz Lienenkämper willkommen heißen. Mit von der Partie waren auch Alfons Kranz und etliche der Jubilare. Stellvertretend hieß Hubert Tokloth Josef Evertz und Hans-Robert Brockers willkommen, die seit jeweils 60 Jahren dem Schützenverein angehören.

Zeitgleich zum Königsempfang hielten knapp 25 Züge schon einmal ihre Generalprobe ab: In Scherfhausen gab es die erste Parade, ehe auch dieser Teil des Regiments sich zum offiziellen Teil zur Bachstraße begab. Unter dem Kommando von Regimentsoberst Andreas Erkes standen exakt 881 Glehner Schützen. Zum heimischen Tambourkorps "Blüh auf" gesellten sich sechs weitere Tambourkorps sowie sieben Musikkapellen. Insgesamt war der Festzug erneut mit gut 1200 Aktiven unterwegs. Höhepunkt war natürlich die Parade zu Ehren von Michael Schröder.

Der Vermutung, es könne im Vorfeld des Vogelschusses am Dienstag wieder spannend werden, widersprechen Wolfgang Engels und Vizepräsident Christoph Schönges: "Es ist bereits spannend." Wie in den vergangenen Jahren üblich gibt es zurzeit noch keinen Bewerber. Auf den Vorstand warten folglich noch etliche Einzelgespräche.

(NGZ)