Korschenbroich: Glehn: Ausbau der Hauptstraße

Korschenbroich : Glehn: Ausbau der Hauptstraße

Im Sommer startet der Ausbau der Hauptstraße in Glehn. Sie soll unter anderem für Radler sicherer werden. Bei einer Info-Veranstaltung hatten Bürger viele Bedenken. Zum Bereich "Am Hagelkreuz" gibt's daher noch einen Ortstermin.

Das Interesse war groß – mehr als 100 Bürger waren auf Einladung des CDU-Ortsverbands zu einem Info-Abend zum geplanten Ausbau der Hauptstraße in Glehn erschienen. Fragen und Kritik gab's dabei reichlich. Gleich zwei Mal sah sich Helmut Lenzen, Tiefbauamtsleiter des Rhein-Kreises Neuss, in der Gaststätte Trauscheid veranlasst, auf die "Geschäftsgrundlagen" für den auf einer Strecke von 1,2 Kilometern geplanten Ausbau der K 8 im Bereich der Hauptstraße hinzuweisen: Nicht verhandelbar sind demnach der durchgängige Radweg sowie das Verbot, auf den geplanten Schutzstreifen zu parken. "Es handelt sich um eine Angebotsplanung: Wenn Sie das nicht wollen, kann der Kreis viel Geld sparen", erklärte Lenzen in der Gaststätte Trauscheid.

Die Kritik galt insbesondere den Details der vom Architekten Johannes Klee präsentierten Planung. Deren grundsätzliche Absicht, die Verkehrssituation vor allem für Radfahrer und Behinderte zu verbessern, stellte niemand in Frage. Etliche Redner jedoch äußerten so heftig Zweifel an der geplanten Realisierung, dass das Projekt zeitweise durchaus auf der Kippe zu stehen schien.

Bürgermeister Heinz Josef Dick betonte demgegenüber, "dass wir nicht so tun sollten, als handele es sich um eine gefahrlose Straße." Später geriet die Diskussion allmählich wieder in ein ruhigeres Fahrwasser. Besonders groß sind die Bedenken, was die Planung für den Bereich "Am Hagelkreuz" angeht. Zu eng werde die Straße künftig sein, befürchten manche: Die Feuerwehr etwa könnte künftig große Probleme bekommen, dort zu manövrieren. Auch der durchgängige Radweg ist hier in den Augen mancher Bürger keine sinnvolle Lösung. Eine Konzession machte Helmut Lenzen letztlich doch: Bei einem Ortstermin soll die Situation noch einmal in Augenschein genommen und detailliert erörtert werden.

Auch der Ausschuss für Straßenbau und Nahverkehr des Kreistags wird sich am Mittwoch noch einmal mit dem Ausbau der K 8 beschäftigen müssen: Im Herbst hatte sich das Gremium nämlich für Busbuchten ausgesprochen. Wenig später entschied sich der Korschenbroicher Bauausschuss aber für Buscaps – die offensichtlich auch viele Glehner bevorzugen.

Nachdem der Ausbau der Hauptstraße im Ausbauprogramm des Kreises seit Jahren einen "Stammplatz" hatte und immer wieder verschoben werden musste, soll es nun im Frühsommer losgehen. Dauern werden die Arbeiten aller Voraussicht nach vier Monate – das Schützenfest Anfang September soll so wenig wie möglich in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung liegt beim Kreis seit Dezember vor. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund 800 000 Euro.

(NGZ)