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Korschenbroich: Getötete Ziege: Peta setzt Belohnung aus

Korschenbroich : Getötete Ziege: Peta setzt Belohnung aus

500 Euro Belohnung setzt die Tierrechtsorganisation Peta für Hinweise auf den Täter aus, der in Korschenbroich vergangene Woche eine Ziege tötete. Damit will die Organisation die Polizei bei den Ermittlungen unterstützen und zur Ergreifung des Täters beitragen.

"Kaltblütige Handlungen gegenüber Tieren liegen oft schwerwiegende psychologische Störungen der Täter zugrunde. Möglicherweise schrecken der oder die Täter auch vor Gewalt an Menschen nicht zurück", sagt Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei Peta. Täglich würden Fälle von grausamer Tierquälerei in Deutschland aufgedeckt.

Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus an der Universität Saarland sagt dazu: "Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält." Tierquälerei ist nach Tierschutzgesetz §17 eine Straftat und kann mit einer Geld- oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Darum setzt Peta regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Aktuell sind bei der Organisation noch keine Anhaltspunkte eingegangen. Die Polizei des Rhein-Kreises Neuss geht derzeit fünf Hinweisen aus der Bevölkerung nach. Am Montagmorgen vergangener Woche bemerkte Matthias Oedinger, dass eine seiner fünf Ziegen im Gehege fehlte. Einen Tag darauf fand er die Überreste des verschwundenen Tieres am Ende der Wiese unter einem Strauch. Der Täter hatte der Ziege die Kehle durchgeschnitten, sie gehäutet und ausbluten lassen. Später zerlegte er das Tier fachmännisch.

Zeugen, die Informationen beisteuern können, vielleicht sogar etwas gesehen haben, können sich bei Peta unter Tel. 0173 6575668 melden oder per E-Mail an whistleblower@peta.de. Das zuständige Polizeirevier nimmt auch Hinweise entgegen, Tel. 02131 3000.

(NGZ/ac)