Jüchen : Gesamtkonzept für Busbahnhof

Jüchen (S.M.) Wie erwartet, traf der Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehrsentwicklung noch keine Entscheidung darüber, ob der Busbahnhof vom Markt ans Schulzentrum verlegt wird.

Jüchen (S.M.) Wie erwartet, traf der Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehrsentwicklung noch keine Entscheidung darüber, ob der Busbahnhof vom Markt ans Schulzentrum verlegt wird.

Sollten die Politiker tatsächlich in absehbarer Zeit für eine solche Lösung votieren, dann könnte sie frühestens zu Jahresbeginn 2009 umgesetzt werden, denn hierfür müsste der gesamte Linienverkehr neu geordnet werden.

Im Ausschuss herrschte bei allen Fraktionen Konsens darüber, dass es keine isolierte Verlegung geben könne, sondern diese vielmehr in ein Gesamtkonzept eingebettet werden muss.

Erarbeiten werden soll dieses im Rahmen eines von der Verwaltung vorgeschlagenen Workshops, an dem neben den Schulen und Vertretern der Politik die für den Busverkehr zuständige Firma Gerresheim ebenso beteiligt werden soll wie insbesondere die am Marktplatz ansässigen Geschäftsleute.

Durch die Neuerung verkürzte sich die Verweildauer der Fahrgäste auf dem Markt, was womöglich einen Kundenschwund nach sich ziehen könne, wie die Verwaltung in ihrer Beratungsvorlage für den Ausschuss betont.

Für die nächste Sitzung am 5. Juni kündigte Bürgermeisterin Margarete Kranz einen Rahmen-/Zeitplan an, der die nach den Sommerferien beginnende Diskussion strukturieren soll.

Die Ausschusssitzung fand ein seit Jahren nicht gewohntes öffentliches Interesse. Abgesehen davon, dass auch die Mitglieder des Schulausschusses mit von der Partie waren, verfolgten rund 50 Zuhörer das Geschehen.

Unter ihnen auch die Gemeindeschulpflegschaft, für deren Arbeitskreis Schulbusverkehr unlängst Nicole Goritschan und Andrea Müller vehement die Verlegung des Busbahnhofs vom Markt an das Schul- und Sportzentrum an der Stadionstraße gefordert hatten.

Seit Monaten blieben mittlerweile wieder Kinder - vor allem aus Hochneukirch und Gierath - angesichts überfüllter Busse stehen, erneuerten sie kürzlich eine in regelmäßigen Abständen akut werdende Klage.

Bis es womöglich ab Januar 2009 ein neues Linienkonzept gibt, müssten die Kapazitätsengpässe im Schülerverkehr durch zusätzliche Busse auf der Linie 090 behoben werden. Praktiziert wurde dies in den vergangenen Jahren bereits zwischen den Sommer- und den Herbstferien.

In finanzieller Hinsicht würde eine Neuregelung des gesamten Busverkehrs für die Gemeinde Jüchen kein Pappenstiel: Die NVV bezifferte die zu fahren Mehr-Kilometer pro Jahr auf 37 000 - was für Jüchen 40 000 Euro zusätzlich bedeuten würde.

Sollte darüber hinaus der Jüchener Bahnhof künftig von Bussen angefahren werden, "erhöhen sich auch hier die Kosten nicht unerheblich", so die Verwaltung. Hinzu kommen weitere Kosten für Buswartestellen am Schulzentrum und eventuell auch am Bahnhof.

Würde die Linie 090 zwischen Damm und Hemmerden verlängert, kämen weitere 10 000 Euro auf die Gemeinde zu. Denkbar wären in diesem Fall Engpässe zwischen Gierath und Jüchen. Um diese zu beheben, müssten weitere Busse eingesetzt werden. "Die damit verbundenen Kosten können heute noch nicht beziffert werden", so die Verwaltung.

(NGZ)