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Gegen Osnabrück wartet ein echter Kraftakt auf die TG Neuss Tigers

Basketball : Jetzt wartet ein echter Kraftakt auf die Tigers

Fünf Tage nach dem Überraschungscoup gegen die Hurricanes muss der Basketball-Zweitligist gegen die Panthers Academy Osnabrück ran.

Als Pyrrhussieg möchte Rufin Kendall den Überraschungscoup vor heimischem Publikum gegen die BG 89 Avides Hurricanes nicht bezeichnen. Doch der am Samstag erst in der Verlängerung unter Dach und Fach gebrachte 71:67-Sieg habe Spuren hinterlassen, sagt der Trainer des Basketball-Zweitligisten TG Neuss Tigers. „In den vergangenen Tagen waren wir vor allem regenerativ unterwegs – viel Arbeit für die Physios.“ Doch schon am Donnerstagabend (Anpfiff 20.15 Uhr) geht es weiter: Zu Gast in der Elmar-Frings-Sporthalle an der Bergheimer Straße ist dann der Tabellenvorletzte Panthers Academy Osnabrück.

Diesen Kraftakt zum Abschluss der für die Tigers bislang so überaus erfreulichen Hinrunde hätte sich der Liga-Dino indes ersparen können, denn ursprünglich war diese Partie erst für das Wochenende in Osnabrück angesetzt. Da hätte die Niedersächsinnen allerdings auf ihren Coach Mika Scheidemann verzichten müssen. Der begibt sich mit der U16-Nationalmannschaft als Assistent von Bundestrainer Stefan Mienack nämlich auf eine Turnierreise ins spanische Toledo, wo zwischen Sonntag und Dienstag Testspiele gegen Spanien (U16 und U15) sowie Ungarn anstehen. Mit dabei ist auch die seit Saisonbeginn in Neuss aktive Johanna Huppertz.

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Weil Spiele in der 2. Liga nur nach vorne verlegt werden können, die Tigers ihre berufstätigen Spielerinnen jedoch unter der Woche kaum rechtzeitig nach Osnabrück bringen können, verzichten die Panthers auf ihr Heimrecht und treten damit in dieser Saison gleich zweimal in Neuss an. Dafür müssen die Gastgeberinnen am Donnerstag – unabhängig von den mit der Corona-Pandemie verbundenen Einschränkungen – auf die durchaus wichtige Unterstützung ihrer treuen Fans verzichten. Denn mitten in einer Schulwoche ist das aufwendige Aus- und Einfahren der Tribüne nicht möglich.

Dabei könnten die Tigers den zusätzlichen Push von den Rängen ganz gut gebrauchen, misst Kendall die Qualität der Panthers doch nicht am Tabellenplatz. „Das darfst du in dieser Liga nicht tun“, mahnt er. So lag die Zweitvertretung des Erstligisten GiroLive Panthers Osnabrück beim 59:63 gegen Chemnitz zwischenzeitlich mit 16 Punkten vorne und unterlag Braunschweig nur mit 65:72. Für den guten Ton im Team sorgen die in Osnabrück bis vor kurzem noch im Oberhaus tätigen Tonia Dölle (14,3 Punkte im Schnitt) und Melina Knopp (10,1). Feste Größen sind außerdem Maira Banko (11,8), Michelle Müller (10,1), Annemarie Potratz (8,0) und Marisa Koopmann (7,7). Jederzeit einzusetzen wären zudem die dem Erstliga-Kader angehörenden Topkräfte Jenny Strozyk, Frieda Bühner, Victoria Poros, Emma Eichmeyer und Merit Brennecke.

Nicht nur deshalb warnt Rufin Kendall ganz ausdrücklich: „Man muss bereit sein, Osnabrück kann jedes Mal anders auftreten. Spielt einfach, aber effektiv und ist individuell stark.“