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Jüchen: Garzweiler feiert mit Leib und Seele

Jüchen : Garzweiler feiert mit Leib und Seele

Garzweiler (S. M.) Von begeistertem Applaus ihrer "Untertanen" begleitet, traten Josef Bürling und Hildegard Robert gleich zum Auftakt des Schützenfests ihr Amt als Königspaar der St.-Sebastianus-Bruderschaft an. Es sei "ein schönes Gefühl, ein neues Königspaar vorstellen zu können", zumal, wenn man mit den beiden auch noch befreundet sei, wie Brudermeister Dieter Königs in seiner Laudatio feststellte.

Garzweiler (S. M.) Von begeistertem Applaus ihrer "Untertanen" begleitet, traten Josef Bürling und Hildegard Robert gleich zum Auftakt des Schützenfests ihr Amt als Königspaar der St.-Sebastianus-Bruderschaft an. Es sei "ein schönes Gefühl, ein neues Königspaar vorstellen zu können", zumal, wenn man mit den beiden auch noch befreundet sei, wie Brudermeister Dieter Königs in seiner Laudatio feststellte.

Der neue König ist seit 1956 bei den Gindorfer St.-Sebastianus-Schützen aktiv und verstärkt seit 2002 den Feuerwehrzug. Als "echter Bruderschaftler" sei "Josef, der Erhabene" sofort Feuer und Flamme gewesen, als der Vorstand ihn nach seiner Bereitschaft für das Königsamt gefragt habe, betonte Königs. Wenn es jemand verdient habe, in Garzweiler Königin zu werden, sei dies "Hildegard, die Glückliche", betonte Königs.

Hildegard Robert war 16 Jahre Vorsitzende der katholischen Frauengemeinschaft und ebenso lange Mitglied im Pfarrgemeinderat. Die Familie, ihre fünf Kinder und das Dorf Garzweiler hätten stets im Mittelpunkt von Hildegard Roberts Leben gestanden, erklärte der Brudermeister. Dem scheidenden Königspaar Manfred und Dagmar Schumacher dankte Königs dafür, dass es sein Amt "mit Leib und Seele" ausgeübt habe. Als Prinzenpaar werden im kommenden Jahr Peter Janke und Alena Behr die Bruderschaft repräsentieren.

Gleich beim ersten Umzug hatten die Schützen Glück und konnten die sonnigen Phasen bestens nutzen, so dass sie trockenen Fußes das Festzelt erreichen konnten. Den Höhepunkt des "Freiluftprogramms" bildete am Sonntag Nachmittag der große Festzug, bei dem inklusive der Musiker gut 400 Marschierer unter dem Kommando von Oberst Franz-Heinz Müller standen. Begonnen hatten die Schützen den Tag mit dem von Präses Michael Schmitz zelebrierten Festgottesdienst in der St.-Pankratius-Kirche.

Im Rahmen des Frühschoppens nahm Bundesmeister Robert Hoppe vom Bezirk Grevenbroich des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften die Ehrungen vor. Schützenkönig Josef Bürling erhielt ebenso den Hohen Bruderschaftsorden wie Karl-Heinz Mohren von den Schill'schen Offizieren. Das silberne Verdienstkreuz ging an Rolf Kuhn vom Kaiser- Wilhelm-Zug. Die beiden hochkarätigsten Auszeichnungen erhielten mit dem St.-Sebastianus-Ehrenschild Hermann Irmen und Klaus Pfankuch. Der 79-jährige Irmen gehört der Bruderschaft seit 1947 an und war bis 2005 bei den inzwischen aufgelösten Schwarzen Husaren an Bord. Seit 1978 ist er Küster der Pfarrei St. Pankratius und trägt bis heute die Kirchenzeitung aus. Mit seiner Frau Käthe regierte er 1968 die Bruderschaft, deren Schießmeister er mehr als zwei Jahrzehnte lang war.

Klaus Pfankuch zählt seit 1969 zur Bruderschaft. Nicht nur während seiner fast 20-jährigen Zeit als Vorsitzender des Pfarrgemeinderats hat er sich in kirchlichen Belangen engagiert. Im Liturgieausschuss ist er bis heute ebenso aktiv wie im Arbeitskreis zur religiösen Bildung von Menschen mit Behinderung. Der Werkstatt für Behinderte in Hemmerden, für die er beruflich 25 Jahre tätig war, ist der 70-Jährige bis heute verbunden geblieben.

(NGZ)