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Jüchen: Ganztagsbetreuung für Schüler gefragt

Jüchen : Ganztagsbetreuung für Schüler gefragt

Knapp die Hälfte der Jüchener Grundschüler nutzt die Offene Ganztagsschule. Trotz Preiserhöhung steigt der Bedarf.

Auch in den Sommerferien herrscht an manchen Jüchener Grundschulen Betrieb – an denen, die die Offene Ganztagsschule (OGS) anbieten. Zum Start des neuen Schuljahres – offiziell beginnt der Unterricht am Mittwoch, 4. September – gibt es dafür so viele Anmeldungen für Grundschüler wie nie zuvor. Im Gemeindegebiet liegt die Betreuungsquote aktuell bei 48,8 Prozent – und das trotz der in diesem Jahr angehobenen Kosten für die Eltern.

Seit dem Jahr 2005 können Eltern ihre Kinder auch über die Unterrichtszeit hinaus an den acht Grundschul-Standorten betreuen lassen. Die Nachfrage ist in den vergangenen neun Jahren sprunghaft angestiegen: Wurden im Schuljahr 2005/06 nur 14,8 Prozent (150 Grundschüler) angemeldet, sind es zum kommenden Schuljahr mit 395 Kindern knapp die Hälfte aller Grundschüler. Dafür hat die Gemeindeverwaltung bereits die Räumlichkeiten ausgebaut, im vergangenen Jahr etwa an der Grundschule In den Weiden. Weitere Ausbauten sind, so Bernd Krahwinkel als Leiter des Fachbereichs Schulen, "zurzeit nicht geplant".

Dass die Nachfrage nach Betreuung bis zum Nachmittag auch weiter steigen wird, davon geht etwa Margret Scholzen, von der OGS am Otzenrather Standort der Verbundschule Hochneukirch-Otzenrath aus: "Von den 24 Mädchen und Jungen, die im kommenden Jahr die erste Klasse besuchen, werden 16 in der OGS angemeldet sein." Das Angebot sei für Kinder ansprechend. Die Offene Ganztagsschule biete dem Nachwuchs unterschiedliche Freizeitmöglichkeiten von Sport wie Zumba über Musikunterricht und Basteln bis hin zu erlebnispädagogischen Angeboten. Ein Höhepunkt sei zudem immer der Besuch des Spielbusses vom Rhein-Kreis Neuss. Die OGS stelle auch für die Eltern eine Entlastung dar.

Diese Betreuungsmöglichkeit lassen sich die Jüchener Eltern etwas kosten: 77 Euro pro Kind (für das Geschwisterkind 38,50 Euro, weitere Kinder sind kostenfrei). Der Hauptausschuss hatte bei den Etatberatungen beschlossen, die Beiträge um zehn Prozent zu erhöhen, eine Staffelung aber abgelehnt. Mit den höheren Elternbeiträgen kann die Verwaltung rund 12 300 Euro pro Jahr sparen.

(NGZ)