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Ganz viel Freude im Kreispferdesportverband Neuss über Kreisturnier

Kreispferdesportverband Neuss : Kreisturnier sorgt für ganz viel Freude

Nach einem Jahr Pause wegen der Corona-Pandemie konnte der Kreispferdesportverband Neuss in Uedesheim wieder die Kreismeisterschaften ausrichten lassen. Sogar die Kreisstandarte für Mannschaften fand einen Abnehmer.

Nach der monatelangen Corona-Lethargie gab es im Rhein-Kreis Neuss zwar schon wieder Turniere für Spring- und Dressurreiter, doch das Comeback der Kreismeisterschaften nach der Pandemie-bedingten Absage im vergangenen Jahr hatte bei den Aktiven offenbar noch mal einen ganz besonderen Stellenwert. Jedenfalls stieß das Turnier des RV Uedesheim-Stüttgen mit Kreismeisterschaftswertungen auf große Resonanz und sorgte bei allen Beteiligten für ganz viel Freude. „Ich bin froh, dass das geklappt hat“, meinte Axel Hebmüller als Präsident des Kreispferdesportverbandes Neuss (KPSV), „ich habe immer gesagt, dass wir dieses Turnier brauchen. Und die Nennungszahlen und das sportliche Niveau haben uns Recht gegeben.“

In Sachen Ausrichtung machte der KPSV keine Experimente, wie zuletzt 2019 ging der Zuschlag an Uedesheim, der mit seiner geräumigen Anlage ideale Voraussetzungen für ein Turnier dieser Größenordnung bietet. Die Uedesheimer ließen sich auch von den Cornona-Auflagen nicht aus der Ruhe bringen. Die traditionell gute Arbeit der Verantwortlichen zeigte sich nicht nur in der Ausschreibung und dem vielfältigen Prüfungsangebot bis hin zum Highlight dem Uedesheimer Derby am Samstagabend, sondern wurde auch durch beeindruckende Zuschauerzahlen bestätigt. Für Axel Hebmüller stach besonders hervor, dass sich auch viele junge Uedesheimer in die Organisation einbrachten: „Es ist toll, wie die nächste Generation kräftig mit anpackt.“

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Dass der ausrichtende Verein auch sportlich breit aufgestellt ist, zeigt sein Sieg in der erstmals seit vielen Jahren wieder ausgerichteten Mannschaftswertung. Am Ende nahm Martin Kronenberg als Vorsitzender des RV Uedesheim-Stüttgen die Kreisstandarte entgegen, die zuvor einige Jahre im Schrank geschlummert hatte. Denn in der Vergangenheit war die immer an das beste Vielseitigkeitsteam vergeben worden. Doch weil es im Rhein-Kreis Neuss immer weniger Vielseitigkeitsreiter und damit in den Vereinen entsprechende Teams gab, konnte die besondere Auszeichnung nicht mehr vergeben werden. Dann beschloss der KPSV in einer Vorstandssitzung allerdings, einen breit angelegten Mannschaftswettbewerb in allen Leistungsklassen in Dressur und Springen ins Leben zu rufen. „Wir arbeiten daran, die Vielseitigkeit wieder zu beleben. Aber das dauert seine Zeit und bis dahin ist die neue Wertung eine gute Lösung“, sagte KPSV-Präsident Axel Hebmüller.

Weil die Mannschaftswertung so breit angelegt ist, konnte es der Ausrichter gut verkraften, dass in den großen Touren andere Vereine den Ton angaben. Im Springen hatte zum Beispiel Gilbert Tillmann vom RC Gut Neuhaus mit Cel’ Amour nach den drei Prüfungen (M*, M**, S-Springen mit Stechen) die Nase vorne. Wobei er vor dem abschließenden S-Springen mit Stechen noch auf dem zweiten Platz gelegen hatte und sich dann dank einer Nullrunde noch den Sieg vor Franziska Hilgers (RFV Hilgershof) mit Gallantino auf Platz zwei und Miguel Bellen Rodrigues (RV Torfgrafen Bergerhof) mit Dry Edition auf Platz drei sicherte.

Bei den Dressurreitern war Heiner Schiergen vom Förderkreis Dressur Neuss nach zwei Prüfungen (M**, S*) eigentlich die Nummer eins in der großen Tour, doch weil er mit zwei Pferden im Dressurviereck antrat (J-Son StG und Dancing Carlos), gingen seine Resultate nicht in die Kreismeisterschaftswertung ein. Julia Barbian vom Neuss-Grefrather Reitclub sattelte dagegen in beiden Prüfungen „Der kleine König 3“ und war in der Addition die Beste. Den zweiten Platz sicherte sich Delia Heyers vom RV St. Johannes Waat mit Lotta H, auf dem Bronzeplatz landete Sarah Lena Tolles vom Förderkreis Dressur Neuss mit Blue Horse First Date.