Galopp : Galopprennen zweimal samstags

Die Neusser Galopprennbahn wird auf die Wintersaison vorbereitet, die Ende November beginnt. Wie es zurzeit aussieht, werden zwei Renntage nicht wie geplant sonntags, sondern samstags über die Bühne gehen.

Eigentlich sollte am Sonntag, 27. November, auf der Neusser Galopprennbahn die Wintersaison 2011/2012 mit Rennen bis zum Finale am 11. März 2012 gestartet werden.

Begutachteten gestern den Zustand des Geläufs auf der Rennbahn: (v.l.) Jan Vogel, Harald Siemen, Arnold Aufderheide, Konrad Fritzsche und Peter Ritters. Foto: Woi

Doch viele Fakten deuten derzeit darauf hin, dass sich die Startboxen bereits einen Tag zuvor öffnen. Eine Verlegung von Sonntag auf den Samstag könnte sich zudem für das Wochenende des 10./11.Dezember ergeben. Der Hintergrund sind hoch dotierte Sonntag-Rennen auf dem belgischen Hippodrome Wallonien in Mons-Ghlin.

Diese 250 Kilometer von Neuss entfernte Bahn ist bereits seit langer Zeit eine gern gewählte Alternative deutscher Trainer und nun ist dort eine Partnerschaft mit den französischen Rennsport-Organisationen France Galopp und PMU geplant. Mit sieben Renntagen zwischen dem 15. Oktober bis zum 20.Dezember, die zwischen 8 000 bis 11 200 Euro dotiert sind.

Bei den deutschen Winter-Rennen in Dortmund und Neuss gibt es oftmals nur die Hälfte davon. Für Neuss und Dortmund würde sich aus dieser Konstellation an Sonntag ein kaum zu überwindendes Starterproblem ergeben. Deshalb haben Verhandlungen mit dem französischen Wettgiganten PMU stattgefunden, um die Rennen live nach Frankreich zu übertragen und von den Wetterträgen Provisionen zu kassieren.

Das wurde zuletzt erfolgreich bei der Großen Woche in Baden-Baden/Iffezheim praktiziert, als der Veranstalter insgesamt rund 200 000 Euro kassierte. So hohe Summen werden für Neuss und Dortmund zwar kaum zu erzielen sein, doch jede zusätzliche Einnahme hilft zur Sicherung der Rennen, die seit Jahren vom Dachverband in Köln finanziell abgesichert werden.

In Neuss fand gestern eine Besichtigung der durch die Umbauten stark beschädigten Grasbahn statt. Harald Siemen vom Kölner Dachverband: "Insgesamt sieht es recht gut aus. Die Bahn muss noch vertikutiert werden, es sind noch ein paar Wellen drin. Aber das ist normal nach einer so langen Pause ohne Nutzung."

Der Neusser Rennvereins-Präsident Jan Vogel: "Wir könnten uns sehr gut Grasbahnrennen unter Flutlicht vorstellen. Das wäre einmal etwas Anderes als nur die Rennen auf Sand." Wenn es zu einer Kooperation mit den Franzosen kommt, werden (wie das auch in Iffezheim geschah) von dort die Startzeiten bestimmt.

Auf die beliebten Stände Dippels Waffelbude und Kratz-Würstchen werden die Besucher allerdings wieder verzichten müssen, da der neue Gastronom diesen Bereich selbst abdecken will. Jan Vogel hat immerhin die Qualität des Speiseangebots getestet und für gut befunden.

(NGZ)