Galopp: Sibylle Vogt greift nach der Perlenkette

Das verspricht ein spannendes Finale um den Preis der Perlenkette zu werden am 24. Februar auf der Neusser Galopprennbahn. Nach dem zweiten von drei Läufen übernahm die Schweizerin Sibylle Vogt die Führung. Trotz des Tiefs „Uwe“ und dem „Tag des Regenschirms“ fanden 2000 Besucher den Weg auf das Hippodrome. Mit 72.801 Euro (davon 16.031 auf der Bahn) blieb der Wettumsatz im erwarteten Bereich.

Mit dem fünfjährigen Hengst Log in aus dem Düsseldorfer Stall des Trainers Ralf Rohne brachte sich die gebürtige Schweizerin Sibylle Vogt in die Favoritenrolle für das Finale um den Preis der Perlenkette am 24.Februar auf der Neusser Galopprennbahn. Vogt gewann den zweiten der drei Läufe mit Log In und übernahm mit zwölf Punkten die Führung vor Rebecca Danz mit zehn Punkten. Sie war gestern mit der Außenseiterin Circulate früh geschlagen und endete ohne Punkte auf Platz sieben.

Sibylle Vogt wird in zwei Wochen Preaux reiten, mit dem sie im ersten Lauf Vierte wurde und zwei Punkte sammelte. Rebecca Danz sitzt dann im Sattel von Lunar Prospect, mit dem sie im ersten Lauf gewann. Dieses Pferd lief gestern mit ihr im vierten Rennen und endete auf einem guten dritten Platz. Ein spannender Endlauf im Kampf um das von der Alberts & Sieberts Buchmacher-Gesellschaft gestiftete  Schmuckstück ist garantiert. Sibylle Vogt erschien mit dem jetzt dreifachen Sieger Log In früh in Front „Ich wollte nichts riskieren“ klärte sie die taktische Variante auf. Freude bei der Besitzergemeinschaft „Stall Colonia“ und die siegreiche Reiterin trat nicht minder glücklich die Heimreise nach Baden-Baden an. Dort hat sie kürzlich einen Job bei der Iffezheimer Trainernin Carmen Bocsaki angetreten. Vogt kam aus dem großen Jockeyteam von Championtrainer Markus Klug im Gestüt Röttgen, für den sie 2017 mit dem Außenseiter Sternkranz (14.) im Derby reiten durfte. „Von Iffezheim aus erhoffe ich mir mehr Ritte in Frankreich“ begründete sie den Wechsel zu Carmen Bocskai, bei der sie einst in Avenches in der Schweiz ihre Ausbildung begann. Carmen Bocskai hat die Perlenkette in den Jahren 1996 bis 1998 drei Mal gewonnen.

Einen Neusser Sieg gab es bereits im zweiten Rennen. Nach einem Rennen „auf Warten“ gewann der fünfjährige Wallach Jamie`s Venture mit dem aus Kasachstan stammenden Jockey Bauyrzhan Murzabayew sein drittes Rennen. Für Katja Gernreich war es der dritte Erfolg der laufenden Saison. „Er soll jetzt noch einmal in Mons in Belgien laufen. Dann gibt es eine Pause und wir warten auf ein Grasbahnrennen bei festem Boden. In Neuss war das Geläuf trotz der Regenfälle auch schnell.“ Fünf Ritte in sechs Rennen standen für Jockey Maxim Pecheur auf dem Neusser Programm. Die Stute Betsy Coed wurde im zweiten Rennen abgemeldet – es blieben vier Ritte und ein Sieg mit der Stute Prairie Moonshine im dritten Rennen. Es war der achte Saisonsieg für Pecheur.

Erfolgreichster Jockey war Ex-Champion Alexander Pietsch mit Fair Hurricane und Mister Spock. Die Besitzerin von Fair Hurricane erfuhr vom Erfolg am Handy des Trainers Mario Hofer. Es ist Margrit Wetzel aus Hamburg, seit Jahrzehnten in der Turfszene vertreten, aber außer in Hamburg nur selten bei den Starts ihrer Pferde dabei. Ihre Tochter Constanze arbeitet als Schauspielerin und war vor sehr langer Zeit die erste öffentlich bekannt gewordene Freundin von Boris Becker.

Zu den Neusser Traditionsterminen zählt der Killepitsch-Preis der Likörfabrik Peter Busch. Für das Siegerteam um die Sute California  Cliffs mit Jockey Jose Louis Malone Silverio gab es Maxi-Flaschen des kultigen Kräuterlikörs, der kürzlich mit 86 normalen Portionen auf einer Spesenabrechnung von DFB-Funktionären bei einem U-18 Turnier in Düsseldorf aufgetaucht war.

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