Galopprennen in Neuss mit neuem Konzept

Galopp: Dieser Renntag verspricht Außergewöhnliches

Mit neuem Gastronomiekonzept und ungewöhnlich stark besetzten neun Rennen beginnt am Dienstagnachmittag die Wintersaison auf der Neusser Galopprennbahn.

Der Renntag am Dienstag ab 17 Uhr wird in jeder Hinsicht zu einem ungewöhnlichen Ereignis. Erstmals präsentiert die Agentur von Marc Pesch und Dustin Thissen das neue Gastronomie-Projekt als Streetfood- Feierabendmarkt und in den neun Rennen sind 102 Pferde gemeldet. Eine derart große Anzahl von Pferden ist schon lange nicht mehr in Neuss angetreten.

Ungewöhnlicher Höhepunkt sind dabei fünf von sieben Pferden des Championtrainers Markus Klug im Zweijährigen-Rennen und der Auftritt des Grand-Prix-Pferdes Devastar aus dem Stall des dreifachen Championtrainers mit seinen 102 Pferden im Gestüt Röttgen in Köln-Rath.

Die in vielen anderen Bereichen in der Region erfolgreichen Gastronomie-Organisatoren verkünden vollmundig: „Die Verantwortlichen des Neusser Reiter- und Rennvereins wollen zeigen, dass auf ihrer Galopprennbahn doch noch was los sein kann“. Erwartet werden 1000 Besucher, vielleicht sogar noch ein paar mehr. Der Eintritt und das Parken sind kostenlos. „Wir sind optimistisch, dass wir diese Zahl erreichen werden“, erklärte Präsident Jan Antony Vogel, „beim letzten Renntag waren es 300 Besucher. Wenn wir diese Zahl mehr als verdreifachen würden, wäre das ein tolles Ding.“ Auch für die bequeme Nahrungsaufnahme ist gesorgt; denn auf die Besucher warten 200 Sitzplätze und darüber hinaus noch 50 Stehtische.

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Das ungewöhnlichste Rennen des Abends ist die Prüfung für zweijährige Pferde. Von den sieben Startern kommen fünf Pferde aus dem Stall des dreifachen Championtrainers Markus Klug (42.) Im aktuellen Championatskampf führt er mit 62 Siegen vor Peter Schiergen mit 55 Erfolgen und Andreas Bolte mit 54 ersten Plätzen. Klug gegenüber unserer Redaktion zu der vor allem für Zweijährige ungewöhnlichen Maßnahme: „Es sind in den letzten Wochen auf deutschen Rennbahnen sechs Rennen kurzfristig abgesagt worden wegen zu kleiner Starterfelder. Das wollte ich diesmal verhindern. Außerdem verstehe ich viele Kollegen nicht. Manchmal entsteht der Eindruck, ein Start auf den Sandbahnen sei für einige Trainer und Besitzer wie eine Führung zum Schlachter. Dabei sind die Bedingungen auf einigen Grasbahnen wesentlich schlechter als auf Sand in Dortmund und Neuss.“ Stark kritisiert wurden in den letzten Monaten vor allem die Zustände in Baden-Baden/Iffezheim und im Weidenpescher Park in Klln mit vielen Löchern im Gras.

Das sind die fünf Klug-Pferde und ihre Reiter: Accon (Maxim Pecheur), Diajaka (Andrasch Starke), Jetcologne (Stephen Hellyn), Navega (Michael Caddedu) und die Stute Schnucki mit Miguel Lopez. Der Kölner Besitzer Holger Renz ist mit Jetcologne und Schnucki doppelt vertreten, wobei der Start von Schnucki noch am ehestens unsicher sein wird. Mit dem sechsj�hrigen Hengst Devastar aus dem Gestüt Park Wiedingen von Helmut von Finck aus München mit Wohnsitz in Berlin lässt Klug zudem einen achtfachen Sieger antreten, der bereits 237.500 Euro gewonnen hat. In dieser Saison siegte er zuletzt im Europa-Gruppe III-Rennen in Hamburg und war beim letzten Start guter Vierter im Gruppe I-Rennen um den Preis von Europa in Köln. Im Sattel sitzt Maxim Pecheur, der in der Jockey-Hitliste 2018 mit 64 ersten Plätzen hinter Andrasch Starke mit uneinholbaren 82 Siegen und Adrie de Vries mit 72 Erfolgen an dritter Stelle liegt. Bei insgesamt noch neun Renntagen bis zum Finale am 29.Dezember in Neuss (einschließlich Dienstag) könnte er de Vries noch überholen. Der Niederländer reitet bis zum Frühjahr in Dubai.

In sechs der neun Rennen reitet auch Jozef Bojko, mit seinen vier Siegen beim letzten Neusser Renntag der herausragende Reiter. Mit Jamie`s Venture und Tiktehbox sind zwei Sieger vom letzten Mal wieder dabei. Bojko ist einer von vielen Reitern, die am Mittwochmittag in Dresden-Seidnitz (dort ist der Buß-und Bettag-Feiertag) zum Finale der Grasbahn.-Saison antreten. Es werden Fahrgemeinschaften gebildet, wobei Übernachtungskosten in der Regel gemieden werden.

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