Galopp : Galopper küren den besten Trainer

Heute steigt auf der Neusser Galopprennbahn das Saisonfinale der Turfszene. Im Mittelpunkt steht dabei die Entscheidung im Kampf um das Trainerchampionat. Nur noch Christian von der Recke und Peter Schiergen haben mit aktuell je 73 Saisonsiegen noch Titelchancen.

Der Titel eines Champions bei den Trainern ist einer der Begehrtesten in der Szene des Turfs. Der Name des Meisters steht für alle Ewigkeit in den Geschichtsbüchern. Beim Saisonfinale heute ab 13.30 Uhr auf der Bahn am Hessentor in Neuss kämpfen Titelverteidiger Christian von der Recke und Peter Schiergen um dieses Championat. Beide haben 73 Rennen auf deutschen Bahnen gewonnen.

Im ersten Rennen läuft der aus England importierte Wallach Bergonzi aus dem Stall von der Recke als klarer Favorit. Mit Kirsten Schmitt ist die beste Reiterin im Sattel. Kleines Risiko: Es ist der erste Start in Deutschland. Das zweite von-der-Recke-Pferd Baileys Best hat normalerweise keine Chance. Schiergen ist nicht vertreten. Im zweiten Rennen folgt der erste von drei Ritten von Andreas Suborics bei seinem Comeback. Vorsicht: Der von ihm gerittene Wallach Mr Loire hat in Call me Racer und Tiger Queen sehr ernsthafte Gegner. Schiergen ist auch hier ohne Starter.

Favoritin an den Wettschaltern des dritten Rennens wird die Stute Montanita aus dem Gestüt Fährhof mit Jiri Palik, die für Peter Schiergen antritt. Es könnte zu einem Endkampf gegen Genovesa aus dem Recke-Stall mit Andreas Suborics kommen und dann schon eine Vorentscheidung fallen. Das zweite Recke-Pferd Faith the Bid ist Außenseiter. Der Trainer glaubt fest an einen Sieg. Schiergen aber auch. Für den Titelverteidiger tritt Weststern aus dem Rennstall des Galopp Clubs-Deutschland mit Andreas Suborics im vierten Rennen an. Von der Recke: "Ich bin sehr skeptisch. Das Gewinnen wird schwer." Es läuft kein Schiergen-Pferd.

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Der drei Jahre alte Hengst Burma Gold aus dem Gestüt Ammerland als Sieger des St. Legers von Italien mit Jockey Jiri Palik ist im fünften Rennen im Grunde ein "Elfmeter ohne Torwart" und ohne Zwischenfälle ein sicherer Sieger für Peter Schiergen. Die zweite Schiergen-Starterin Gariepa ist für ein Platzgeld gut. Mit Power rechnet sich von der Recke keine echte Siegchance aus. Wäre er nicht als Starter gemeldet worden, wäre das Rennen eventuell ausgefallen. Im sechsten Rennen muss der Wallach Ghaayer mit Sabrina Wandt aus dem Recke-Stall sich gegenüber dem letzten Rennen schon deutlich steigern, um einen Punkt für seinen Trainer zu schaffen. Schiergen ist nicht dabei. In der "Wettchance des Tages" im siebten Rennen mit der Garantieauszahlung in der Viererwette von 10.000 Euro ist Titelverteidiger von der Recke mit der Favoritin Casilina vertreten, die der 17-jährige Justin Nowara reitet, der noch kein Rennen gewann. Schiergen kann sich nicht mehr wehren, er hat keinen Starter. Im achten Rennen sind beide Trainer nicht mehr vertreten.

Die Championatsehrung nach dem sechsten Rennen wird von Verbandspräsident Albrecht Woeste, Geschäftsführer Andreas Tiedtke und dem Neusser Präsidenten Jan Vogel vorgenommen. Ehrengast ist der 90-jährige Hein Bollow.

(NGZ)