Lokalsport: Fußballspiele? Ja, nein, vielleicht!

Lokalsport: Fußballspiele? Ja, nein, vielleicht!

Viele Begegnungen des letzten Spieltags vor der Winterpause sind im Fußballkreis 5 schon abgesagt, vielerorts ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Zumindest für die Spiele auf Kunstrasen besteht aber Grund zur Hoffnung.

Wo, wann und ob überhaupt heute und morgen Amateurfußball gespielt werden kann - das kann im Moment niemand so recht sagen. Denn auch wenn der Schnee im Rhein-Kreis in den letzten Tagen ausblieb, hat der Regen die meisten Fußballplätze - sofern nicht aus Kunstrasen - unbespielbar gemacht. Dass gespielt wird, hält Reinhold Dohmen, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses, aber für wahrscheinlich: "Eine generelle Absage gibt es bei uns nicht. Nur die Spiele auf Asche und Rasen fallen auf jeden Fall aus. Auf den Kunstrasenplätzen lassen wir spielen, bisher jedenfalls." Das klingt zwar alles andere als garantiert, gibt aber zumindest mancherorts Hoffnung. Die NGZ verschafft einen Überblick darüber, wie die Lage in den Ligen am letzten Spieltag vor der Weihnachts- und Winterpause ist.

Landesliga Definitiv nicht spielen wird - wie bereits berichtet - der VdS Nievenheim, der zu Hause eigentlich die SpVg Odenkirchen empfangen sollte. Das hat allerdings nichts mit dem Wetter, sondern mit Problemen an der Elektrik zu tun. Weil neben dem Licht in den Spieler- und Schiedsrichterkabinen auch die Außenbeleuchtung der Anlage defekt ist, hat die Stadt Dormagen den Platz an der Südstraße aus Sicherheitsgründen gesperrt. Besser sieht es beim VfL Jüchen/Garzweiler aus, der heute ab 16 Uhr den 1. FC Mönchengladbach empfangen will. Dass das funktioniert, ist relativ wahrscheinlich. Wie bei vielen anderen Klubs auch wurde die Partie einen Tag vorgezogen, um im Anschluss die Weihnachtsfeier abhalten zu können. "Drei Punkte wären eine gute Grundlage für unsere anschließende Feier", weiß Trainer Michele Fasanelli, der zwar deutlich lieber auf dem tiefen und bei Gegnern unbeliebten Rasen gespielt hätte, aber gerne auch nach nebenan ausweicht: "Der Kunstrasen ist für uns auch kein Problem."

Skeptischer ist da der SC Kapellen, der morgen ab 14.15 Uhr beim SC Velbert ran soll. Der verfügt zwar ebenfalls über einen Kunstrasen, allerdings hat es in Velbert geschneit. Trainer Oliver Seibert ist unsicher: "Von ,auf keinen Fall' bis ,wahrscheinlich schon' habe ich schon alles gehört. Mein letzter Stand ist, dass es grünes Licht für den Platz gibt." Was er auf jeden Fall verhindern will, ist ein Chaos, wie es sich am Freitagabend der Vorwoche in Meerbusch ereignete. Dort war der Platz des TSV II in Bösinghoven absolut unbespielbar, dennoch ließ man den Gegner aus Heiligenhaus auf matschiger und glatter Straße anreisen, um dann gemeinsam mit dem Schiedsrichter festzustellen, dass tatsächlich nicht gespielt werden kann. Gemeinsam fuhren alle dann noch zum Ausweichspielort Lank, wo die Verhältnisse ähnlich schlecht waren und die Gäste schließlich stocksauer unverrichteter Dinge zurück nach Essen fuhren.

Will zumindest die Spiele auf Kunstrasen freigeben: Reinhold Dohmen. Foto: Woitschützke Andreas

Bezirksliga Relativ gut sieht es in der Gruppe 1 aus, wo morgen Stand jetzt alle Partien angepfiffen werden. Der SV Uedesheim, der um 14.15 Uhr die SG Benrath-Hassels empfängt, ist auf seinem Kunstrasen guten Mutes. "Unser Platz ist total in Ordnung, wir haben uns fest vorgenommen, zu spielen", sagt der Vorsitzende Klaus Haas, der auch von der Stadt Neuss keine Sperrung erwartet. Gleichzeitig ist der TSV Bayer Dormagen beim TSV Eller zu Gast. Bayer-Coach Frank Lambertz hätte aus wetterunabhängigen Gründen lieber eine Absage gehabt: "Wir humpeln derzeit gerade so über die Runden. Bei so vielen Verletzten weiß ich nicht, ob ich mit dem Kader der ersten Mannschaft überhaupt eine Elf aufstellen kann." Ebenfalls auf Kunstrasen ist der FC Zons beim Lohausener SV zu Gast. Anpfiff ist erst um 17 Uhr.

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In Gruppe 4 fiel das mutmaßlich letzte Spiel auf dem Aschenplatz der DJK Gnadental am Donnerstag gegen Brüggen aus, spielen konnte hingegen die Holzheimer SG, die sich mit 2:1 (1:0) beim TSV Kaldenkirchen durchsetzte. Nach Toren von Oliver Esser (45.) und Simon Kozany (61.) verkürzte Sören Goltz für die Gastgeber zwar noch einmal (84.), HSG-Trainer Guido van Schewick sah aber einen verdienten Sieg: "Das Ergebnis hört sich knapper an, als es am Ende war. Wir haben viermal Pfosten und Latte getroffen und eine ganz tolle Leistung gezeigt." Heute kann beim 1. FC Mönchengladbach II, der den SV Bedburdyck/Gierath empfängt (16 Uhr) und bei der SG Kaarst, die auf Spitzenreiter Teutonia St. Tönis trifft (16.30 Uhr) wohl angepfiffen werden. Schwieriger stellt sich die Lage beim TuS Grevenbroich dar, der ebenfalls um 16 Uhr eigentlich den Rheydter SV zum Traditionsduell empfangen soll. Doch erneut macht der Hybridrasen im Schlossstadion Probleme. "Trainieren konnten wir jedenfalls nicht", sagt Interimstrainer Lars Faßbender, der mit seinem Team in die Halle ausweichen musste. Dass die Stadt sich mit der Entscheidung für das Gemisch aus Natur- und Kunstrasen ein echtes Eigentor geschossen hat, ist ohnehin längst kein Geheimnis mehr. "Wir sind nicht wirklich zufrieden mit dem Platz. Und dabei sind wir ja mit Senioren und Jugend nur ein paar Mannschaften beim TuS. Wenn wir jetzt auch noch richtig viele wären, dann könnte man wahrscheinlich nur ein paar Monate im Jahr hier spielen", glaubt Faßbender. Dazu kommt, dass auch der Aschenplatz des TuS seit einem Jahr unbespielbar ist, weil seither die Flutlichtanlage nicht mehr funktioniert. Eine Entscheidung fällt im Schlossstadion wohl kurzfristig.

Kreisliga A Hier geht am Wochenende beinahe gar nichts. Maximal zwei Begegnungen werden morgen angepfiffen, die Sportfreunde Vorst wollen die SG Rommerskirchen/Gilbach empfangen (14.15 Uhr) und der SC Kapellen II wartet auf den TSV Norf (15 Uhr). Die Partien zwischen Wevelinghoven und Rosellen, Nievenheim II und Glehn sowie Delhoven gegen Weißenberg fallen hingegen aus. Schon am Donnerstag waren die SG Kaarst II und der 1. FC Grevenbroich-Süd im Einsatz und trennten sich nach einer turbulenten zweiten Hälfte mit 2:2 (0:0). Nachdem Tobias Schmitz die Gastgeber in Führung brachte (52.), drehten Meliksah Sargin (58.) und Patrick Drack (64.) die Partie binnen sechs Minuten für die Grevenbroicher. Andre Speer glich wieder aus (78.), bevor Süd-Keeper Philip Bäcker die Rote Karte sah (81.) und die Gäste die Partie mit einem Feldspieler im Tor beenden mussten.

Kreisliga B In Gruppe 1 wird es vermutlich zwei Begegnungen geben: Nichts spricht morgen gegen ein Heimspiel des VfL Jüchen/Garzweiler II gegen die Reserve des VfR Büttgen (14.15 Uhr). Auch der FC Straberg darf von seinem Kunstrasen profitieren und ab 15 Uhr die SG Rommerskirchen/Gilbach II empfangen. Abgesagt wurden hingegen die Spiele von Nievenheim III gegen Gohr, Delhoven II gegen Gustorf, Wevelinghoven II gegen Kaarst IV und Frimmersdorf/Neurath gegen Neukirchen/Hülchrath. Sehr zur Freude des SV Bedburdyck/Gierath II, der durch seinen 3:0-Sieg (0:0) beim 1. FC Grevenbroich-Süd II an Neukirchen vorbeizieht und als Spitzenreiter überwintert. Fabian Beyvers (49.), Michael Fabry (79.) und Niklas Fischel (84.) trafen.

In Gruppe 2 ist hingegen nur klar, dass überhaupt nichts klar ist. Ob die DJK Rheinkraft gegen Holzheim II, der SC Grimlinghausen gegen die DJK Hoisten und der BV Weckhoven gegen Rheinwacht Stürzelberg morgen antreten, hatte die Stadt Neuss gestern noch nicht entschieden. Ebenso unklar ist, ob der TSV Bayer Dormagen II gegen Norf II und die Türkische Jugend Dormagen gegen Weißenberg II spielt - beides erscheint unwahrscheinlich. Besser sieht es bei den SF Vorst II gegen Uedesheim II, FC Zons II gegen Kaarst III und VfR Büttgen gegen DJK Novesia II aus - diese drei Partien würden auf Kunstrasen stattfinden.

(cpas)