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Lokalsport: Fußballkreis startet mit Sonderliga

Lokalsport : Fußballkreis startet mit Sonderliga

Ein gemeinsam Projekt mit dem Kreis 4 Mönchengladbach/Viersen.

Dass im Jugendfußball im Rhein-Kreis Neuss die Leistungsdichte sehr gering ist, ist seit Jahren bekannt. Lediglich der SC Kapellen spielt Jahr für Jahr in der Niederrheinliga. Nun startet ein neues Projekt, um den Nachwuchs zu fördern.

Gemeinsam mit dem Kreis Mönchengladbach/Viersen hat der Kreis Grevenbroich/Neuss die "Sonderliga" ins Leben gerufen. Zuerst sollte noch der Kreis Krefeld mit einbezogen werden, der ist aber aufgrund der schlechten Resonanz der Vereine abgesprungen. Ab kommenden Sonntag bilden jeweils fünf Teams aus Mönchengladbach und fünf Teams aus Neuss die neue Liga für die A- und B-Junioren. In der Qualifikation setzten sich bei den A-Junioren folgende Mannschaften aus dem Rhein-Kreis durch: SC Kapellen, SV RW Elfgen, SV Uedesheim, SG Kaarst und die SG Orken/Noithausen. Bei der B-Jugend sind dabei: SC Kapellen II, DJK Gnadental, SVG Weißenberg, SV Rosellen und die TuS Reuschenberg.

Dirk Gärtner, Vorsitzender des Kreises 5, erklärt die Entstehung: "Im Rahmen des Vereinsdialoges hat sich immer wieder offenbart, dass der Sprung zur Niederrheinliga zu groß ist." Grund dafür war, dass lediglich zwei bis drei Mannschaften um die Meisterschaft mitspielen konnten und der Rest meistens abgeschlagen war. Gemeinsam mit den Vereinen wurde überlegt, wie man das ändern könne. Die Liga wird nun zwischen die Niederrheinliga und die Leistungsklasse gelegt. Norbert Schulze-Thüsing, Jugendfußball-Vorsitzender erklärt: "Wir wollen nicht nur den Sprung zur Niederrheinliga verkleinern, sondern auch die Attraktivität steigern." Zunächst soll die Sonderliga probeweise für ein Jahr existieren. Bei guter Resonanz und einem sichtbaren Erfolg hofft der Kreis auf eine langfristige Fortsetzung. Allerdings sagt Schulze-Thüsing auch: "Wenn das nicht die erhoffte Wirkung bringt, muss man auch mal den Mut haben, so eine Entscheidung zu revidieren."

Auch bei den Trainern und Vereinen kommt das Konzept erstmal gut an. "Ich finde das gut. So haben die Jungs weitere Möglichkeiten, besser gefördert zu werden", sagt Ralf Ritter, Trainer A-Junioren von RW Elfgen. Er schaffte es mit den C-Junioren vor einigen Jahren schon in die Niederrheinliga. Durch die neue Liga sieht er nun die Chancen erhöht, sich dieser wieder zu nähern. Aber auch die Hoffnung, junge talentierte Spieler zu halten, wächst. "Wir haben eine sehr junge A-Jugend, weil viele Spieler schon für die erste Mannschaft spielen. Wir wollen uns im ersten Jahr im gesunden Mittelfeld platzieren", erklärt Ritter seine Ziele mit dem Team.

(fes)