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Fußball: Yannick Joosten kehrt aus Kapellen nach Holzheim zurück

Fußball : Joosten kehrt aus Kapellen nach Holzheim zurück

Damit ist das kongeniale Sturmduo wieder vereint. SC Kapellen kündigt Umbruch an.

Corona-Krise! Für die Holzheimer SG offensichtlich ein Fremdwort. Erst in der vergangenen Woche hatte der Fußball-Landesligist stolz verkündet, dass er trotz prekärer sportlicher Lage mit allen Spielern verlängert habe – und gleichzeitig Verstärkungen angekündigt. Gesagt, getan: Die Rückkehr von Yannick Joosten aus Kapellen ist sogar ein echter Hammer. Im ersten Jahr nach dem Aufstieg hatte der 22-Jährige mit Maurice Girke (23 Treffer, 21 Vorlagen) ein kongeniales Sturmduo gebildet. Ihm war dabei vor allem die Rolle des Vorbereiters zugekommen, am Ende der mit dem Klassenverbleib abgeschlossenen Saison standen zwölf Assists auf seinem Konto. Dazu steuerte der intelligente und kopfballstarke Angreifer noch 15 Treffer bei. „Sein Abgang war ein herber Verlust für uns“, bestätigt der bei der HSG für die Pressearbeit zuständige Willi Kollenbroich: „Uns war von Anfang an klar, dass wir ihn nicht 1:1 ersetzen können. Dies gelang nur im Kollektiv und mit einer hervorragenden Einstellung der ganzen Mannschaft.“ Er setzte nun darauf, „dass in der nächsten Saison auch Maurice wieder von der Arbeit Yannicks profitieren wird, dass sich die beiden so toll ergänzen wie im ersten Landesligajahr.“ Satt sind die Holzheimer damit indes noch nicht. „Wir führen noch Gespräche mit ein, zwei  Spielern, die eine Verstärkung für die HSG darstellen könnten“, fügt Kollenbroich hinzu.

Noch bedeckt hält sich dagegen Jörg Ferber beim SC Kapellen. Immerhin verrät der Sportliche Leiter: „Bei uns wird sich einiges tun. Es wird große personelle Veränderungen gaben.“ Klar ist, dass der SCK wieder verstärkt auf den Nachwuchs aus eigener Produktion setzen wird. Ferber: „Natürlich bleiben auch einige routinierte Spieler bei uns, aber es sollen Kapellener Jungs zu uns zurückkehren.“ So gilt als sicher, dass der als A-Jugendlicher zum TSV Meerbusch und dann zum Bezirksligisten VfL Jüchen/Garzweiler gewechselte Baran Bal zu den Heimkehrern zählen wird. Der Verjüngungsprozess hat selbstverständlich direkte Auswirkungen auf das Saisonziel. Nach verkorkster Spielzeit 2019/2020, über deren Fortsetzung oder vorzeitiges Ende der Fußballverband Niederhein noch nicht entschieden hat (der Spielbetrieb ist vorerst nur bis zum 19. April ausgesetzt), will der SCK endlich wieder in ruhigeres Fahrwasser geraten. „Ziel wird nicht mehr der Aufstieg sein“, kann Ferber schon jetzt ankündigen und erklärt. „Damit nehmen wir den Druck von der Mannschaft.“ Er hofft, „dass dann auch die im Verein überall deutlich zu spürende Unzufriedenheit vergeht.“ Ins Detail will er jedoch erst gehen, wenn klar sei, wie es tatsächlich weitergeht oder ob die Saison abgebrochen wird. Bis auf weiteres trainiert das Personal im Home Office. Physiotherapeut René Richter hat ein Programm erstellt, dass die Kicker in vier Einheiten pro Woche fit und bei Laune hält. Ferber: „Wenn es wirklich noch mal auf den Platz geht, würdest du sonst nicht bei null, sondern bei minus fünf anfangen.“