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Fußball: Willibert Kremer aus Hochneukirch ist mit 82 Jahren gestorben

Nachruf Willibert Kremer : „Ein wunderbarer Mensch“

In der Nacht zum 24. Dezember ist der ehemalige Fußballtrainer Willibert Kremer im Alter von 82 Jahren gestorben. Der Mann aus Hochneukirch führte Leverkusen 1979 in die 1. Liga.

(sit) Noch Anfang November hatte Reiner Calmund den 1939 in Hochneukirch geborenen Willibert Kremer vor seinem Einsatz als Festredner beim Journalistenpreis des Rhein-Kreises auf Schloss Dyck besucht – an Heiligabend ist der ehemalige Fußballtrainer nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 82 Jahren gestorben.

Wohl auf ewig in Erinnerung bleibt der fest im Rheinland verwurzelte Jüchener als der Mann, der Bayer Leverkusen zu einem Bundesligisten gemacht hat. Mit dem „glücklichsten Moment“ seiner Trainerlaufbahn legte er am 13. Mai 1979 das Fundament für die Leverkusener Erfolgsgeschichte im Oberhaus: Durch das 3:3 gegen Uerdingen – nach 0:3-Rückstand – rückte die Werkself in die Erstklassigkeit auf. Bayer blieb Kremer, der unter anderem auch Fortuna Düsseldorf, 1860 München und Eintracht Braunschweig betreute, Zeit seines Lebens verbunden. Sein Scoutingteam entdeckte später Spieler wie die Brasilianer Emerson und Ze Roberto oder Oliver Neuville, Michael Ballack, Carsten Ramelow oder Niko und Robert Kovac.  „Willibert war mir in meiner Trainerzeit bei Bayer 04 Leverkusen ein wichtiger Ratgeber und liebenswerter Freund“, schrieb Christoph Daum bei Instagram. Aber nicht nur unterm Bayer-Kreuz hinterließ er Spuren. Den MSV Duisburg, für den er als Spieler 91 Bundesligapartien absolvierte, führte er als Trainer 1975 ins Pokalfinale und 1991 zurück in die 1. Liga. Dass er ihn 1976 von einem Engagement beim TSV Bayer 04 Leverkusen überzeugte, hat Calmund seinem einstigen Mentor nie vergessen. Für den ehemaligen Manager des Champions-League-Finalisten von 2002 ist Kremer „nicht nur der erfolgreiche Aufstiegstrainer“ gewesen, „sondern vor allem auch ein wunderbarer Mensch.“

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Und darum hatte er schon im Herbst am Rande seiner offiziellen Mission auf Schloss Dyck im Gespräch mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke angeregt, eine Straße oder einen Platz nach der Jüchener Fußball-Legende zu benennen. Auf Nachfrage der NGZ hatte Stadtsprecher Norbert Wolf damals erklärt, die Richtlinien sähen keine Straßenbezeichnungen von noch lebenden Persönlichkeiten vor ...