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Fußball: VfR 06 Neuss muss seine Auswärtsschwäche in den Griff bekommen

Fußball : VfR 06 Neuss muss Auswärtsschwäche in den Griff bekommen

In der Fußball-Kreisliga A empfängt Trainer Hermann-Josef Otten mit dem SV Rosellen im TuS Grevenbroich einen seiner vielen ehemaligen Vereine.

Die Kreisliga A spielt nun wieder im gewohnten Rhythmus – mit Spielausfällen ist nach aktuellem Stand nicht zu rechnen.

Auswärtsschwäche Die gute Platzierung im ersten Halbjahr war keine Eintagsfliege – der VfR Neuss punktet auch in 2020 munter weiter. Zum Start feierte die Truppe von Trainer Cengiz Yavuz einen 5:1-Erfolg über Vorst. „Nach so eine Vorbereitung weiß man ja nie so richtig, wo man steht, aber wir haben das wirklich super gemacht“, lobt Yavuz. Heute (19.30 Uhr) aber wartet ein ganz anderes Kaliber. Die Neusser sind zu Gast in Delhoven. Eigentlich hatte sich der selbsternannte „Fahrstuhlclub“ in der Hinserie noch in einen Rausch gespielt und mit dem Titel bei den Hallenkreismeisterschaften die gute Form unterstrichen, doch es folgte ein herber Rückschlag. Beim Schlusslicht DJK Hoisten wurde das Team von Trainer Markus Esser auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt – der FCD holte sich eine peinliche 2:3-Niederlage ab. Yavuz will Delhoven trotzdem nicht unterschätzen: „Die wollen sicherlich was gutmachen.“ Zumal der VfR Neuss auf fremden Platz immer noch Probleme hat. Zu Hause konnte die Yavuz-Elf acht von neun Spielen gewinnen, auswärts lautet die Bilanz: drei Siege, drei Remis, drei Niederlagen. Diese Auswärtsschwäche will Yavuz jetzt in den Griff bekommen. Ein großes Fragezeichen steht aber noch hinter dem Einsatz von Abwehrchef Aaron Terjung.

Angst vor den Abstiegsplätzen Der VfL Jüchen/Garzweiler II und der VdS Nievenheim stehen mit 22 Punkten noch so gerade über dem Strich. Zum Auftakt des neuen Halbjahrs mussten beide eine Pleite hinnehmen – für Nievenheim wiegt diese aber schwerer, Jüchen schöpft Hoffnung. Drei Mal hatte der VdS gegen den SVG Grevenbroich geführt, am Ende verlor man trotzdem noch mit 3:4. Trainer Daniel Köthe machte deshalb für das nächste Spiel eine Ansage: „Wir müssen den Kampf annehmen. Mit Schönspielerei gewinnt man in dieser Liga nicht.“ Gegen die direkte Konkurrenz aus Jüchen sollen es gleich drei Punkte werden. „Langsam müssen die Jungs mal liefern“, nimmt Köthe sein Team in die Pflicht. Jüchens Trainer Danny Hepner schlägt mildere Töne an. Nach der „Katastrophenvorbereitung“ hatte er gegen Wevelinghoven schlimmeres als ein 0:3 erwartet. „Läuferisch und kämpferisch hat das gestimmt“, so Hepner, der sich gute Chancen auf den Klassenverbleib ausrechnet. Im Kampf gegen den Abstieg spekuliert er zudem auf Unterstützung: „Vielleicht bekommen wir für die wichtigen Spiele ja ein, zwei Jungs aus der Ersten.“ Ob das gegen Nievenheim schon der Fall sein wird, konnte er aber nicht beantworten.

Duell mit dem Ex-Klub Wenn der SV Rosellen am Sonntag den TuS Grevenbroich empfängt, trifft Trainer Hermann-Josef Otten auf seinen Ex-Klub. Große Relevanz hat das für den Coach allerdings nicht: „Ich habe ja fast schon die halbe Liga trainiert.“ Den Fokus legt Otten voll auf sein eigenes Team. Am vergangenen Spieltag verlor der SVR bei Grevenbroich-Süd mit 0:2. Doch die Erkenntnis von Otten: „Wir haben Männerfußball gespielt.“ Das ist es, was er von seiner „Künstlertruppe“, wie er seine Jungs liebevoll nennt, erwartet. „Wir müssen uns über 90 Minuten in die Partie reinbeißen.“ Bislang klappte das bei Rosellen, die weiterhin in einem Entwicklungsprozess stecken, nicht so gut. Der Abstand zu den Abstiegsplätzen ist gering.

Die weiteren Partien am Sonntag. Hackenbroich muss gegen Wevelinghoven ran. Spitzenreiter DJK Novesia empfängt Bedburdyck/Gierath. Die Sportfreunde Vorst sind gegen den 1. FC Grevenbroich-Süd gefordert, Zons spielt auf heimischem Rasen gegen Kapellen II und Schlusslicht Hoisten gastiert beim SVG Grevenbroich.