Fußball : VdS Nievenheim stellt die Weichen

Die Nievenheimer Fußballer haben die Corona-Zwangspause genutzt, um die sportliche Führung ihrer Teams zu klären. Handlungsbedarf gibt es noch bei den Frauen.

Fünfeinhalb Jahre nach dem Abstieg aus der Oberliga und zweieinhalb Jahre nach dem Rückzug in die Kreisliga A melden die Fußballer des VdS Nievenheim wieder zarte Ambitionen an. „Mittelfristig ist die Bezirksliga auf jeden Fall ein Thema“, sagt der Sportliche Leiter Andreas Zinta. Als das Corona-Virus den Ligabetrieb im November lahmlegte, stand die erste Mannschaft des Jubilars aus dem Vorjahr (Gründung 1920) in der Tabelle auf Platz drei, nur zwei Punkte und ein Spiel hinter Primus SC Grimlinghausen.

Da verwundert es nicht, dass sich der Kontrakt des jungen Trainers Daniel Köthe (32) sowie seiner Funktionscrew mit Markus Kindler (Betreuer/Torwarttrainer) an der Spitze schon jetzt um mindestens eine weitere Saison verlängert hat. Dahinter steckt auch der Plan, nach turbulenten Jahren so etwas wie Konstanz in den Verein zu bekommen. Ruhe ist die erste Bürgerpflicht an der Südstraße. Um sicher zu gehen, dass niemand ausflippt, erinnert Zinta an die vergangene Spielzeit, „als wir unter den gleichen Voraussetzungen wie jetzt fast abgestiegen wären“. Auch aktuell sind personell keine großen Sprünge geplant. „Wir versuchen, was mit eigenen Leuten zu machen“, kündigt Zinta an. Er bestätigt zwar Gespräche mit potentiellen Verstärkungen, doch die gestalteten sich schwierig, „weil du noch gar nicht weißt, wo die Reisen hingeht“. Er hat indes den Rücken frei, „denn aus sportlichen Gründen wird am Ende dieser Saison auch niemand das Team verlassen“.

 Harald Bongers trainiert weiter die VdS-Reserve.
Harald Bongers trainiert weiter die VdS-Reserve. Foto: FuPa
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Obwohl ihre neuformierte Truppe in der Kreisliga B mit Rang elf bislang unter den Erwartungen geblieben ist, dürfen bei der Zweitvertretung auch die Trainer Harald Bongers und Max Lenk, die bei ihrer Arbeit von Betreuer Robert Lorenzen unterstützt werden, weitermachen. Ihr Auftrag ist klar: „Die Mannschaft darf nicht absteigen“, sagt Zinta. Als Neunte überraschend gut schlägt sich die durch Corona in die Kreisliga B gespülte „Dritte“, die in der Folge auf jeden Fall noch bis Sommer 2022 von Thomas Stüttgen, Christian Herz, Ingo Böhm (Torleute) und Daniel Hakelberg (Betreuer) geführt wird. Zinta: „Dass die sich so gut schlagen, damit hätte auch ich nicht gerechnet.“

Die in der Bezirksliga kickenden Frauen des VdS suchen nach dem Ausstieg von Ralf Bonaventura gerade einen Trainer. Dabei werden sie von Zinta unterstützt.