Fußball: Trio kämpf um den Aufstieg in Bezirksliga

Fussball : Dreikampf um die Meisterschaft in der Liga A

Absteiger FC Zons, die DJK Novesia und die SG Rommerskirchen/Gilbach sind die Favoriten auf den Aufstieg. Die halbe Kreisliga A kämpft in dieser Saison ums Überleben.

Die neue Spielzeit in der Fußball-Kreisliga A verspricht ein Kräftemessen an der Spitze und einen wiedermal hochspannenden Abstiegskampf. Am Wochenende geht es los.


Kreis der Favoriten. Die Liga ist sich einig, der Kampf um die Meisterschaft wird in diesem Jahr wohl von drei Teams bestimmt: Bezirksligaabsteiger FC Zons, die DJK Novesia und die SG Rommerskirchen/Gilbach werden sich vermutlich um den einzigen Aufstiegsplatz streiten. Zons konnte trotz des Abstieges seinen Kader zusammenhalten und sogar verstärken. Trainer Björn Haas selber sagt: „Unser Kader ist stärker als im letzten Jahr.“ Neben Nils Waldeck, Marius Schwitalla und Coskun Quindt, die den Kader in der Breite verbessern, hat Zons kurz vor Saisonstart noch einen „Star“ aus dem Hut gezaubert: Musa Yesilbag hat sich dazu entschieden, den Zonsern beim Projekt „Wiederaufstieg“ zu helfen. Der 25 Jahre alte Angreifer erzielte vergangene Saison 29 Tore für den VfR Neuss und bewies vor allem in seinen drei Jahren beim SV Bedburdyck/Gierath seine Klasse. Zusammen mit Niko Baum, der nach seiner schweren Knieverletzung wieder zurückkehrt, bildet er wohl das gefürchtetste Sturmduo der Liga. Haas: „Wir haben eine sehr gute Vorbereitung gespielt. Ich bin zufrieden.“ Den direkten Wiederaufstieg wollte Haas jedoch nicht als Ziel definieren: „Der Aufstieg wäre wunderbar, aber wir wollen erst mal oben mitspielen.“ Vor dem ersten Duell mit dem SC Kapellen II warnt Haas vor Überheblichkeit, sagt aber auch: „Ich habe meine Spieler da in den letzten Wochen gut eingenordet.“ Im zweiten Jahr nach dem Abstieg in die Kreisliga gilt auch die SG Rommerskirchen/Gilbach  wieder als möglicher Aufstiegskandidat. Vergangene Spielzeit machte eine verkorkste Hinrunde die Hoffnungen schnell zunichte  – unter Neu-Coach Dennis Zellmann soll dies nun anders werden. Schon zum Ende der Wechselfrist stellt Zellmann das Potential des Kaders heraus, allerdings sagt er nach der Vorbereitung: „Wir sind noch nicht bei 100 Prozent. Die Trainingsbeteiligung muss sich steigern.“ Den Aufstieg will er nicht „von vorne herein rein als Ziel ausschreiben.“ Er sagt: „Wir wollen, aber müssen nicht.“ Zum Auftakt sind die Einsätze von Frederic Leufgen, Francesco Sidero und Marcel Müller fraglich. Dabei steht schon ein echtes Spitzenspiel auf dem Programm: Rommerskirchen ist zu Gast bei der Novesia.

Die Neusser müssen auch in diesem Jahr zum Kreis der Favoriten gezählt werden. Nach nun drei knapp verpassten Aufstiegen in Folge, soll es endlich klappen. Mit der Kaarster-Fraktion um Kevin Woike und André Speer hat die Novesia vor der Saison ordentlich aufgerüstet. Die Vorbereitung lief jedoch entgegen der Erwartungen alles andere als vielversprechend. Novesia hat alle Testspiele verloren und das zumeist auch deutlich. Nach der Pleite im Niederrheinpokal gegen Bezirksligist VfL Repelen platzte Trainer Sa Franciamore schon vor dem Ligastart der Kragen: „Ich weiß nicht, was momentan in den Köpfen der Spieler vorgeht.“ Neben den drei klaren Favoriten gehören der SV Rosellen und der 1. FC Grevenbroich-Süd durchaus zum erweiterten Kreis. Rosellen überzeugte im vergangenen Jahr als Aufsteiger und Süd beendete die Saison dank bärenstarker Rückrunde sogar noch auf Platz zwei.

Der Abstiegskampf. Angst vor dem Abstieg in die Kreisliga B dürften in diesem Jahr viele Vereine haben. Es drohen gleich fünf Abstiegsplätze. Schon in der vergangenen Spielzeit war es im Tabellenkeller extrem eng. Wirkliche Ausreißer nach unten, wie es in den Jahren zuvor der SC Grimlinghausen, die SG Orken/Noithausen oder der SV Rheinwacht Stürzelberg waren, gibt es nicht mehr. „Wir wollen eine ruhige Saison spielen“, sagt beispielsweise Hackenbroichs Trainer Nils Heryschek, der mit seinem Kader sicherlich gute Chancen hat, dies zu erreichen. Besonders gespannt darf man auf den VdS Nievenheim II und die SG Kaarst II sein. Beide Mannschaften starten mit einem neuformierten Kader in die Saison. Nievenheim hat zwar noch ein paar Spieler aus dem Landesliga-Kader halten können, doch Trainer Peter Hanschmann sagt: „Wir sind noch in der Findungsphase. Der Verein befindet sich im Neuaufbau.“

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