Fußball: SC Kapellen und Holzheimer SG sind zum Siegen verdammt.

Fußball : Den SCK belasten große Personalprobleme

Im Training am Donnerstag fehlten dem Fußball-Landesligisten 14 Spieler. Holzheimer SG bangt um Stammkeeper Tobias Schriddels.

Das ist Tristesse in Zahlen: Der SC Kapellen wartet in der Fußball-Landesliga seit mittlerweile fünf Spielen auf einen Sieg, hat seit Anfang Oktober nur zwei Punkte eingebracht und ist als Tabellensiebter mit einem Rückstand von 13 Punkten auf Spitzenreiter Sterkrade-Nord im Aufstiegskampf nur noch stiller Beobachter. Die Holzheimer SG hat in der Liga dreimal in Folge verloren und ist damit wieder auf Abstiegsplatz 16 zurückgefallen.

In das Match beim ehemaligen Oberligisten SV Sonsbeck schickt HSG-Trainer Stefan Schellenberg das Team darum mit einem klaren Auftrag: „Es wird Zeit zu punkten!“ Das ist ganz ohne Zweifel richtig, dagegen sprechen aber zwei Dinge: Nach gutem Start (nur eine Niederlage in den ersten sieben Spielen) und einem Durchhänger (sechs sieglose Spiele in Folge mit vier Niederlagen) haben sich die Schützlinge  von Trainer Heinrich Losing, der seinen Vertrag schon jetzt um eine weitere Saison verlängert hat, inzwischen wieder gefangen, schlugen am vergangenen Wochenende den ehemaligen Tabellenführer SV Scherpenberg mit 3:1 und sind als Zehnter sieben Punkte von einem Abstiegsrang entfernt. Wirklich überraschend sei das nicht, findet Schellenberg indes, „das ist eine sehr erfahrene Truppe mit ehemaligen Oberliga-Spielern.“

Negativ zu Buche schlägt in Holzheim auch die personelle Lage: Für die Langzeitverletzten Tom Nilgen, Fabio Dittrich, Steven Dyla und Marcus Buchen ist das Sportjahr 2019 nun definitiv beendet. Dazu droht am Sonntag (Anstoß 14.30 Uhr) auch der  Ausfall von Stammkeeper Tobias Schriddels, der am Donnerstag das Training mit noch nicht diagnostizierten Fußproblemen abbrechen musste. Sein Vertreter wäre Lirim Iberdemaj, der auf diesem Niveau zwar noch nie im Tor stand, aber das „volle Vertrauen“ seines Coaches besitzt.

In Kapellen hat die Sportliche Leitung um Jörg Ferber vor der Partie am Sonntag (15.30 Uhr) beim Tabellenvorletzten DJK/VfL Giesenkirchen den Grund für den Absturz gefunden: die gravierenden Personalprobleme. „Von 26 Mann waren am Donnerstag im Training nur noch zwölf übrig geblieben“, sagt Ferber. Und genau da liegt für ihn der Hund begraben: „Für unsere Spielweise musst du topfit sein. Aber wegen der vielen Ausfälle – und das zieht sich wie ein Roter Faden durch die Saison – ist die Mannschaft konditionell nicht auf der Höhe.“ Trotzdem hält er die Wende zum Guten jederzeit für möglich: „Die Jungs sind einsichtig, das ist eine intelligente Mannschaft. Und es ist ja nicht so, dass wir schlechten Fußball spielen.“ Die aktuelle Lage: Kapitän Janik Röber und Robert Wilschrey sind krank, fehlten damit am Donnerstag ebenso im Training wie die beruflich eingespannten Nils Mäker und Yannick Ebert sowie die verletzten Marcel Kalski und Manu Ioannidis. Weil dazu noch die Rekonvaleszenten kommen, rückt am Sonntag nach zweimonatiger Pause auch der gerade erst genesene Maik Ferber (ausgerissenes Nagelbett am Zeh) in den Kader.

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