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Fußball Nachwuchs: Norf neuer DFB-Stützpunkt

Fußball : DFB fördert Talente mit neuem Stützpunkt beim TSV Norf

Mit einem offiziellen Empfang eröffnete der Fußballkreis Grevenbroich-Neuss am Montag den neuen DFB-Stützpunkt im von-Waldthausen-Stadion.

Die Talentförderung im Fußball zieht an einen neuen Standort. Kreisvorsitzender Dirk Gärtner übergab auf der Eröffnungsveranstaltung dem TSV Norf das offizielle Abzeichen als DFB-Stützpunkt. Im Rahmen der Veranstaltung führte er mit Moderator Jan Piatkowski durch zwei Gesprächsrunden, bevor die eigentlichen Hauptakteure, die jungen Nachwuchs-Kicker aus dem Kreis, zu einem Blitzturnier auf den im Mai eröffneten Kunstrasen aufliefen.

Sven Schümann, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Neuss, und Stadtsportdezernent Matthias Welpmann äußerten sich im ersten Abschnitt des gemeinsamen Austauschs zu strukturellen Voraussetzungen und der Nutzung von Sportplätzen in Neuss und im Kreis. Zusammen mit Rolf Knipprath als Vorsitzendem des Sportausschusses gelang schnell Übereinkunft - „Neuss ist eine Fußballstadt“. Während die sportlichen Spitzenleistungen alter Tage zur Zeit nicht im Rhein-Kreis stattfinden, so stimmt die Entwicklung der Vereine und der Sportanlagen durchweg positiv. „Das zeigt sich alleine darin, wie viele Jungen und Mädchen dem Sport nachgehen“, stellte Schümann die steigenden Mitgliederzahlen gleich zu Beginn deutlich heraus.

Der Sport Fußball stand im zweiten Teil der Talkrunde im Fokus. Jan Piatkowski führte das Gespräch mit DFB-Stützpunktkoordinator Arne Jansen und Mario Vossen, Leiter der Scoutingabteilung von Borussia Mönchengladbach, sowie Ralf Nickel vom Gastgeber TSV Norf. Jansen hob besonders den verbindenden Wert des Stützpunkts hervor. Die Möglichkeit zum Austausch und Vergleich untereinander seien für Trainer und Spieler gleichermaßen wertvoll, so der frisch diplomierte Fußballlehrer. Auch Nickel betonte die sportliche Bedeutung des DFB-Stützpunktes für den Jugendfußball in Neuss. Zu den Themen Sichtung und Talentförderung waren die anwesenden Gäste auch auf die Meinung von Mario Vossen gespannt, der Einsicht in seine Erfahrungen im Scoutingbereich eines Bundesligisten gab. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht vergessen, dass junge Fußballer zuerst Menschen sind“, sagte Vossen zu den aktuellen Entwicklungen rund um die möglichen Superstars von morgen. Es sei fraglich, ob zahlreiche Vereinswechsel bereits in den unteren Jahrgängen den jungen Spielern und Spielerinnen wirklich weiterhelfen. Auch zur Situation um die immer früher Einfluss nehmenden Spielerberater gab Vossen seine Meinung kund. „Schon im Bereich der Dreizehn- bis Vierzehnjährigen stehen die Beraterfirmen am Rand der großen Jugendturniere“, beschrieb er die bedenkliche Situation rund um die Talentsichtung.