Fußball-Landesligist SC Kapellen ist an zwei Fronten gefordert

Fußball : Kapellen ist an zwei Fronten gefordert

In der Fußball-Landesliga ist der SCK darum bemüht, den Anschluss ans Führungstrio zu halten. Parallel dazu laufen die Arbeiten am Kader für die nächste Saison. Am Sonntag (15 Uhr) kommt die SSVg. Heiligenhaus ins Erftstadion.

In seinem Kampf um die Rückkehr in die Oberliga Niederrhein kommt der SC Kapellen irgendwie nicht weiter: Dem Fußball-Landesligisten bleiben nur noch drei Spiele, um fünf Punkte auf den Tabellenzweiten Cronenberger SC gutzumachen. Das könnte eng werden, zumal die Wuppertaler ihr Zwischentief überwunden haben und zuletzt dreimal in Folge gewannen.

Wesentlich besser läuft es im Erftstadion bei der Zusammenstellung eines noch schlagkräftigeren Kaders für die nächste Saison. Gerade erst ist Trainer Oliver Seibert der siebte Neuzugang ins Netz gegangen: Von den in der Bundesliga kickenden A-Junioren des VfL Borussia Mönchengladbach kommt Yannick Ebert zurück in den Rhein-Kreis. Der noch 18 Jahre alte Defensiv-Allrounder (Geburtstag am 22. Mai), Neffe von Ex-Profi Alexander Ende (Co-Trainer bei Borussia Mönchengladbach II/Regionalliga), hofft in Kapellen darauf, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Und weil er sich seine ersten Sporen in der Nachwuchsabteilung des TuS Grevenbroich verdiente, passt er perfekt ins Anforderungsprofil des SCK, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, sein Team vor allem mit Fußballern aus dem Umkreis zu bestücken.

Abgeschlossen ist die Personalplanung damit indes noch nicht, womöglich zieht der Sportliche Leiter Jörg Ferber schon sehr bald ein weiteres Ass aus dem Ärmel. Und weil nach den Abgängen von Felix Burdzik (Teutonia St. Tönis) und Alen Arnautovic (von Seibert schon vor Wochen aus dem Kader gestrichen) in Patrik „Paco“ Pesch und Nico Bayer (Holzheimer SG) für die Saison 2019/2020 erst zwei Torleute unter Vertrag stehen, soll auch noch ein weiterer „Schnapper“ verpflichtet werden.

Zurück zur aktuellen Spielzeit: Am Sonntag geht es vor heimischem Publikum gegen Heiligenhaus – ein Kontrahent, mit dem Robert Wilschrey & Co. nicht unbedingt die besten Erinnerungen verbinden. Im Hinspiel sah Arnautovic nämlich schon in der der sechsten Minute die Rote Karte, in Unterzahl unterlag Kapellen mit 1:4. Im Rückspiel muss der SCK von vornherein auf Keeper Felix Burdzik (Rotsperre), Can Yücel, David Dygacz sowie unter Umständen auch auf Lennart Ingmann und Nils Mäker verzichten. Immerhin ist Goalgetter Alexander Hauptmann wieder dabei. Für den Posten auf der Torlinie steht nur Patrik Pesch zur Verfügung, womit in Oliver Seibert der Chefcoach als Ersatzmann auf dem Spielberichtsbogen auftauchen wird. Noch weitaus größere Probleme haben freilich die Gäste: Da der 1400 Mitglieder starke Hauptverein beschlossen hat, kein Geld mehr in die Landesliga-Truppe zu stecken, um sich stattdessen mehr auf den Breitensport zu konzentrieren, nehmen nach dieser Saison nicht nur Teammanager Daniel Botteon („Nur für Hobby-Fußball ist meine Zeit zu kostbar.“) und Trainer Imre Renji ihren Hut, sondern die gesamte Mannschaft. Trotzdem gewann die  auch sportlich vom Abstieg bedrohte SSVg. zuletzt vier von fünf Spielen.

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