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Fußball-Landesliga: Holzheim unterliegt Cronenberg

Fussball : HSG liegt zur Pause sogar vorne

Cronenberg springt mit 4:1-Sieg in Holzheim auf Platz eins der Fußball-Landesliga.

Die für einen Neuling fast typische Berg- und Talfahrt erlebt in dieser Saison Guido van Schewick mit der Holzheimer SG. Nur eine Woche nach dem so gefeierten 5:1-Sieg über Teutonia St. Tönis unterlag  der Coach mit seinen Landesliga-Fußballern dem neuen Tabellenführer Cronenberger SC vor heimischem Publikum mit 1:4 (Halbzeit 1:0). Das kommentierte der 42-Jährige so: „Unterm Strich verdient, das ist schon eine gute Mannschaft, aber um ein, zwei Tore zu hoch.“ Dabei hatte es für die HSG an der Reuschenberger Straße zur Pause noch rosig ausgesehen. Denn kurz vor dem Gang in die Kabine hatte Maurice Girke bei seinem schon elften Saisontor von einem feinen Rückpass des bis zur Torauslinie gestürmten Assist-König  Yannick Joosten profitiert. „Klar, zuvor musste unser Torwart Nico Bayer einige gute Bälle rausholen, aber insgesamt ging das bis dahin schon in Ordnung“, sagte van Schewick. Dummerweise passierten seinen Jungs nach Wiederbeginn genau die Dinge, die einem Novizen gemeinhin zustoßen: Zunächst nutzte der Oberliga-Absteiger durch Goalgetter Kabiru Hashim Mohammed „einen individuellen Fehler“ (van Schewick) mit seinem zehnten Saisontreffer zum Ausgleich. Dann traf Cronenbergs bereits 39 Jahre alter Stürmer Ercan Aydogmus zunächst nur den Pfosten, der ins Feld zurückspringende Ball tropfte jedoch vom Rücken des ins Eck geflogenen Bayer zum 1:2 (62.) über die Linie. Und schließlich haderten die Holzheimer mit Schiedsrichter Alexander Kustermann aus Moers, der Oliver Esser einen Elfmeter verweigerte. „Den hätte er kriegen müssen“, befand sein Coach. Kurz darauf vergab Gierke eine erstklassige Chance zum Ausgleich. Als der Cronenberger Sufian Abou Laila in der 78. Minute die Rote Karte sah, ging der Aufsteiger ins Risiko und entblößte seine Abwehr. Das nutzten die reifen Gäste in der Schlussphase zu Treffern durch Ercan Aydogmus (Saisontor Nummer elf) und Marvin Mühlhause (8).