1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Fußball-Kreisliga A: Grevenbroicher Stadtderby hat das gewisse Etwas

Fußball : Grevenbroicher Stadtderby hat diesmal das gewisse Etwas

Der 34 Jahre alte Torjäger Murat Köktürk trifft in der Fußball-Kreisliga A mit dem TuS Grevenbroich auf seinen Ex-Klub 1. FC Grevenbroich-Süd.

Während ganz Deutschland am Sonntag auf die Bundestagswahl schaut, richtet sich der sportliche Blick in der Stadt Grevenbroich erst einmal aufs Schlossstadion. Dort steigt um 15.30 Uhr nämlich das Stadtderby zwischen dem TuS Grevenbroich und dem 1. FC Grevenbroich-Süd. Besonders im Fokus steht ein Spieler: Murat Köktürk. Die Schlagzeile: Einer der besten Stürmer der jüngeren Kreisliga A-Geschichte trifft erstmals auf seinen Ex-Verein.

Fast seine ganze Fußball-Karriere ging Murat Köktürk für den 1. FC Grevenbroich-Süd auf Torejagd. Spätestens mit seinen 39 Toren in der Saison 2018/2019 setzte er sich dort ein Denkmal. Im Sommer wechselte der 34-Jährige dann aber etwas überraschend zum Stadtrivalen TuS Grevenbroich. Der Grund ist relativ simpel: „Das war in erster Linie wegen meinem Kumpel Tayfun Kula. Wir wollten zum Ende unserer Karriere nochmal zusammenspielen“, erklärt Köktürk.

Kula war von 2018 bis 2020 selbst für Süd aktiv, kehrte dann aber wieder zurück zum TuS Grevenbroich. Ein Wechsel zu einem höherklassigen Verein wie dem SC Kapellen lehnte Köktürk trotz zahlreicher Angebote immer ab. „Ich habe Maschinenbau studiert und war in Schichtarbeit. Deshalb konnte ich nur zu den Spielen und nicht trainieren. Es wäre dann schwer gewesen mitzuhalten“, erläutert Köktürk. Beim 1. FC Grevenbroich-Süd habe man ihm immer den Rücken freigehalten. Dort konnte er trotz fehlender Trainingsbeteiligung immer spielen. Zu seinen alten Kollegen habe er noch immer guten Kontakt. Auf einen möglichen Torjubel will der Angreifer deshalb aus Respekt auch verzichten. „Ich werde mit meinem Teamkollegen abklatschen und dann zur Mittellinie laufen“, so Köktürk.

  • Am 26. September 2021 wählen die
    Bundestagswahl im Rhein-Kreis Neuss : CDU-Kandidaten Hermann Gröhe und Ansgar Heveling gewinnen ihre Wahlkreise
  • Rinderns Trainer Christian Roeskens darf mit
    Die Highlights auf den Plätzen : Diese Fußball-Spiele sollten Sie am Wochenende im Blick haben
  • Der Bau der L 361n ist
    Diskussion um Ortsumfahrung in Grevenbroich : Grün - Landesregierung soll sich zum L 361n-Bau äußern

Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist beim TuS Grevenbroich in der vergangenen Woche der Knoten geplatzt. Beim 7:2 gegen den VfR Büttgen steuerte Köktürk, der in den ersten Spielen noch gefehlt hatte, gleich fünf Treffer dabei. Persönlich setzt er sich die 30-Tore-Marke in dieser Saison als Ziel, mit dem TuS will er oben angreifen. Ähnlich ambitioniert ist sein Trainer Jesco Neumann. Im Stadtderby möchte er beweisen, dass der Sieg gegen Büttgen keine Eintagsfliege war. „Wir müssen den Rückenwind mitnehmen und den nächsten Schritt machen“, so Neumann, der einen aggressiven Gegner erwartet. Den letzten Sieg gegen einen Konkurrenten in einem Stadtderby fuhr der TuS Grevenbroich am 15. September 2013 ein, im Vorjahr gewann Süd mit 2:0 – beide Treffer, wie soll es auch anders sein, erzielte Murat Köktürk. „Wir haben da noch was zu korrigieren“, meint Jesco Neumann.

Beim 1. FC Grevenbroich-Süd ist die Vorfreude auf das Duell riesig. Trainer Jürgen Latajka, der sich selbst als „Süd-Kind“ bezeichnet, möchte aber nicht überdrehen. „Früher als aktiver Spieler war es deutlich schlimmer, jetzt bin ich gelassener geworden“, meint Latajka. Viel wichtiger sei für ihn, dass seine Mannschaft den Schwung aus dem ersten Saisonsieg (4:1 gegen Hackenbroich) mitnimmt. „Wir müssen langsam in Tritt kommen“, so Latajka. Dem Duell mit Ex-Spieler Murat Köktürk will der Süd-Coach keine allzu große Bedeutung schenken. „Wir spielen nicht gegen TuS Murat, sondern gegen den TuS Grevenbroich. Da gibt’s auch noch andere gute Spieler“, sagt Latajka. Eine besondere Motivation für die Süd-Kicker gibt es dann aber doch. Sollte Murat Köktürk keinen Treffer erzielen, winkt eine erfrischende Belohnung vom Vereinswirt, verrät Latajka.

Die weiteren Spiele am Wochenende in der Fußball-Kreisliga A: Der FC Delhoven empfängt auf seinem neuen Kunstrasen den FC Zons. Die Sportfreunde Vorst sind zu Gast in „Hippelank“ beim SC Grimlinghausen. Für den TuS Hackenbroich geht es vor heimischem Publikum gegen die Reserve des VfL Jüchen/Garzweiler. Der noch ungeschlagene SVG Grevenbroich bekommt es mit dem VfR Neuss zu tun. Der SV Glehn reist zum Schlusslicht DJK Hoisten und der SV Bedburdyck/Gierath ist zu Hause gegen die SG Kaarst gefordert.