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Fußball: Kleiner Kader bereitet dem VfL Jüchen/Garzweiler Sorgen

Vor dem Fußballstart: VfL Jüchen/Garzweiler : Kleiner Kader gibt Anlass zur Sorge

Die Qualität ist da, aber dem Bezirksligisten fehlt es an Breite, auch auf der Torlinie. Trainer Marcel Winkens: „Wir haben aktuell mehr Torwattrainer als Torhüter.“

Der VfL Jüchen/Garzweiler startet mit einem Heimspiel gegen Sparta Bilk in die neue Spielzeit der Fußball-Bezirksliga. Die Kontrahenten trafen bereits in der vergangenen, abgebrochenen Saison aufeinander. Damals konnten sich die Düsseldorfer über einen 2:1-Sieg freuen. „Ich erwarte eine Partie auf Augenhöhe, bei der wir dieses Mal die glücklichere Mannschaft sein wollen“, sagt Trainer Marcel Winkens.

Er möchte sich mit seiner Mannschaft in der anstehenden Spielzeit im oberen Drittel festsetzten, ist aber vorsichtig mit seiner Zielsetzung: „Wir haben einen sehr dünnen Kader, mit dem wir dieses Jahr antreten, da würde jede Verletzung doppelt weh tun.“ Obwohl sich der ehrgeizige Coach Sorgen macht, ob sein Kader breit genug ist, ist er von der Klasse seiner Spieler vollkommen überzeugt. Mit Tom Bleck hat er ein Talent aus der A-Jugend hochgezogen, das einige Jahre im Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Mönchengladbach ausgebildet wurde. Der 19 Jahre alte Mittelfeldspieler hat seine Qualität bereits unter Beweis gestellt und ist definitiv ein Akteur, den man diese Saison im Auge haben sollte. Auch Ben Venhaus, der aus Nettetal zum VfL gewechselt ist, gilt als interessanter Neuzugang. Das Mittelfeld ist durch damit gut aufgestellt. Sorgen muss sich der Trainer daher eher im Tor machen: „Wir haben aktuell mehr Torwattrainer als Torhüter. Ein Schlussmann für die Saison ist natürlich zu wenig, aber unsere Suche nach einem Ersatz stellt sich als sehr schwierig dar.“

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Auch wenn der Kader dünn besetzt ist, war Winkens mit der Vorbereitung ziemlich zufrieden. „Die Ergebnisse und auch die sportlichen Leistungen stimmten.“ Das Vertrauen in seine eingespielte Mannschaft ist bei ihm deutlich zu spüren, trotzdem macht sich der 38-Jährige Sorgen: „Ich hatte noch nie einen so kleinen Kader zur Verfügung. Uns fehlte diesen Sommer die finanzielle Stärke, die andere Mannschaften aufbringen konnten, daher wird uns jede Verletzung doppelt so hart treffen wie die anderen Mannschaften. Ich bin von der Qualität meiner Mannschaft überzeugt, jedoch sehe ich dieses Jahr keine glasklaren Abstiegskandidaten, weshalb wir aufpassen müssen, dass wir nicht unten reinrutschen.“ Neben dem Sportlichen steht auch in dieser Saison natürlich das Corona-Virus mit im Fokus. Der Jüchener Trainer befürchtet zwar keinen Abbruch, dennoch kritisiert er, dass der Fußballverband Niederrhein noch keinen Plan veröffentlicht habe, wie die Mannschaften sich bei einem Corona-Fall zu verhalten habe. „Da fehlt ein klares Konzept.“

Die Vorfreude in Jüchen auf den Restart auch im Amateurfußball ist allerdings groß. Der VfL könnte zur Wundertüte der Liga werden. Die Fähigkeiten des Teams geben es her, dass der VfL vorne mitspielt, aber der dünne Kader könnte ihm zum Verhängnis werden.