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Fußball: Holzheimer SG steht im Endspiel des Kreispokals

Fußball : Holzheimer SG steht im Endspiel des Kreispokals

Im Halbfinale setzt sich der Fußball-Landesligist auf heimischem Platz mit 4:2 gegen den Bezirksligisten SV Uedesheim durch.

Am Dienstag hatte Titelverteidiger SC Kapellen mit dem mühsamen 1:0-Heimsieg über den Bezirksligisten VfL Jüchen/Garzweiler vorgelegt, zwei Tage später zog die Holzheimer SG nach, machte mit dem 4:2-Erfolg (Halbzeit 3:0) über den SV Uedesheim das Traumfinale im Kreispokal perfekt. Bitter nur: Wegen der vom Fußballverband Niederrhein verordneten Corona-Pause bis zum 19. April kann das Endspiel nicht wie geplant an Ostern stattfinden.

Im Jubiläumsjahr ist die 1920 gegründete HSG Ausrichter der Finalpartie, die nun wahrscheinlich erst zu Beginn der nächsten Saison stattfinden wird. Stolz auf das Erreichte ist der Landesligist trotzdem. „Wir freuen uns, dass wir im Endspiel gegen Kapellen stehen“, sagte Trainer Hamid Derakhshan, dessen Schützlinge zur Halbzeitpause nach Treffern von Bozidar Mestrovic (8.), Alexander Nuss (21.) und Pierluigi Principe (43.) hochverdient mit 3:0 vorne lagen. „Bis dahin war unser Matchplan voll aufgegangen“, befand Derakhshan. Uedesheim Vorsitzender Klaus Haas hatte dagegen keinen Spaß am ersten Durchgang: „Das war grottenschlecht, als wenn du gar nicht auf dem Platz gestanden hättest.“

Coach Dalibor Dobras reagierte, seine auch personell veränderte Truppe attackierte die HSG mit Beginn der zweiten Hälfte früher. „Wir haben gut 20 Minuten gebraucht, um uns darauf einzustellen“, räumte Derakhshan ein. „Das hat Uedesheim sehr gut gemacht.“ Jetzt war auch Haas zufrieden, meinte sogar: „Du hast gedacht, die Holzheimer spielen in Uedesheimer Trikots.“

Lukasz Koziatek verpasste kurz nach Wiederbeginn noch den so wichtigen Anschlusstreffer, doch die Tore von Koziatek (66.) und Michael Hausdörfer (68.) ließen die Gäste wieder von der Überraschung träumen. Mit seinem Kopfball aus kurzer Entfernung hätte Sinan Korkmaz kurz darauf für den Ausgleich sorgen müssen, ging aber leer aus, so dass wiederum Mestrovic fünf Minuten vor Schluss mit dem 4:2  für Holzheim alles klar machen konnte. Das fand Haas ausgesprochen bedauerlich. „Wir waren dran.“ Die Leistung des Teams nach dem Seitenwechsel stimmte ihn jedoch froh, wenngleich sich ihm nicht ganz erschließen wollte, „wie man zwei so unterschiedliche Halbzeiten hinlegen kann. Bis zur Pause war ein Klassenunterschied zu erkennen, danach haben nur noch wir gespielt.“

Während die Spieler der HSG die lange Zwangspause bis (mindestens) zum 19. April nun mit Training im „Homeoffice“ ausfüllen werden, setzt sich die Sportliche Führung in Uedesheim erst Anfang der Woche zur Beratung zusammen. „Wir werden den Trainingsbetrieb wohl vorerst komplett einstellen“, kündigt Haas an.