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Fußball: Halbzeitbilanz des A-Kreisligisten SV Bedburdyck/Gierath

Halbzeitbilanz: SV Bedburdyck/Gierath : Es mangelte vor allem an Konstanz

Trainer Jürgen Steins hat beim in Abstiegsgefahr geratenen A-Kreisligisten SV Bedburdyck/Gierath die Auswirkungen der Corona-Pandemie unterschätzt.

Die Hinrunde des SV Bedburdyck/Gierath war geprägt von Aufs und Abs. Die Auswirkungen der achtmonatigen Corona-Pause hat Trainer Jürgen Steins unterschätzt. Im Winter soll jetzt die Grundlage für eine bessere Rückrunde in der Fußball-Kreisliga A gelegt werden.

Saisonverlauf Mit einer 1:2-Derbyniederlage gegen den VfL Jüchen/Garzweiler II  startete der SV Bedburdyck/Gierath denkbar schlecht in die neue Saison. Es folgte eine Hinrunde mit Höhen und Tiefen: Siege gegen Zons, Grevenbroich-Süd und Hackenbroich, Pleiten gegen Glehn, Vorst und den SVG Grevenbroich. Zum Abschluss der Hinrunde kassierte Gierath vier Niederlagen in Folge und rutschte in der Tabelle noch deutlich bis auf Rang zwölf ab. Allerdings steht die Partie gegen den TuS Grevenbroich noch aus. „Die Hinrunde war sehr durchwachsen, der Tabellenplatz ist nicht zufriedenstellend. Das haben wir uns anders vorgestellt“, so die ehrliche Einschätzung von Trainer Jürgen Steins.

Das war gut Auch wenn es in der Hinrunde nicht wirklich nach Plan lief, zeigte der SV Bedburdyck/Gierath immer wieder sein Potential. „In manchen Spielen haben die Jungs den Matchplan umgesetzt, waren in der Lage, kompakt zu stehen und spielten im Angriff variabel“, lobt Trainer Jürgen Steins seine Mannschaft. Aber eben nicht immer – und genau da liegt das Problem.

Das war schlecht Das große Manko beim SV Bedburdyck/Gierath ist die Konstanz. „Wir sind meistens nach der 70. Minute eingebrochen, haben zu viele Gegentore kassiert. Es fehlte die Kontinuität“, so Steins. Dies wirke sich auch auf die Psyche aus. Fehlende Konstanz führe zu Selbstzweifel. Jürgen Steins führt die Probleme zurück auf die Corona-Pause. „Ich muss ganz ehrlich zugeben: Ich habe die Auswirkungen unterschätzt“, sagt er. Zahlreiche Muskelverletzungen warfen das Team immer wieder zurück. „Ich hatte teilweise 14 Leute nicht dabei“, moniert Steins. Darüber hinaus sei mangelnde Disziplin und fehlende Motivation in der Hinrunde hin und wieder ein Problem gewesen.

Personal Der SV Bedburdyck/Gierath konnte den Kader im Winter noch einmal verstärken. Thomas Tillenburg (SG Rommerskirchen/Gilbach) kehrt nach sechseinhalb Jahren zurück. Leon Tegtmeier steigt nach seinem Studium wieder ein. Thomas Wirtz kommt vom SSV Berzdorf und sorgt für Entlastung auf der Torhüterposition. Zudem verstärken Lars Jonokat (SC Kaster) und Tom Köller (zuletzt SV Rosellen) den Kader. Samed Korkmaz hingegen verlässt den Verein nach einem halben Jahr wieder in Richtung Türkiyemspor Mönchengladbach.

Ausblick In der Tabelle befindet sich Gierath in einem brenzligen Bereich, und der soll nach Möglichkeit schnell verlassen werden. „Wir wollen ins gesicherte Mittelfeld und nicht mehr nach unten schauen müssen“, so Steins. Der Coach zeigt sich optimistisch: „Ich bin davon überzeugt, dass wir die Klasse aufs Eis bekommen. Wir müssen mehr zusammenarbeiten und zusammen verteidigen.“ Bevor es für den SV Bedburdyck/Gierath schon am 6. Februar gegen den TuS Grevenbroich losgeht, stehen noch zwei Testspiele an. Die Gegner heißen SG Rommerskirchen/Gilbach (30. Januar) und Germania Geistenbeck (3. Februar).