Fußball: FC Delhoven muss den bitteren Gang in die Kreisliga A antreten

Fußball : FC Delhoven muss den bitteren Gang in die Kreisliga A antreten

Der Treffer von Aliosman Aydin zum 1:1 trifft die Schützlinge von Trainer Dennis Kessel bis ins Mark.

Die 71. Minute im Relegations-Rückspiel um den Klassenverbleib in der Bezirksliga war für jeden, der es am Samstag mit dem FC Delhoven gehalten hat, ein Stich mitten ins Herz. Aliosman Aydin landete mit seinem sehenswerten Tor zum Ausgleich für die SSVg Velbert II nämlich einen echten Wirkungstreffer, von dem sich die Dormagener nicht mehr erholen sollten.

Dabei gelang den Gastgebern nach dem 0:1 im Hinspiel ein Traumstart in die Begegnung. Michael Busch brachte seine Mannschaft nach zwölf Minuten in Führung. Nach einem Standard gewann der aufgerückte Innenverteidiger den Luftzweikampf, nickte per Kopf ein und sorgte für den  zwischenzeitlichen Gleichstand in der Miniserie. Ein Tor, das nicht nur die ganze Mannschaft, sondern auch die rund 500 Zuschauer elektrisierte und jeden wieder an ein Relegations-Wunder gegen den haushohen Favoriten glauben ließ. Was danach folgte, war eine defensive und kämpferische Darbietung der Extra-Klasse. „Die erste Halbzeit war nahezu optimal. Die ersten 35 Minuten liefen genau so, wie wir es uns vorgenommen hatten“, befand FC-Trainer Dennis Kessel unmittelbar nach dem Spiel. Bis auf Top-Scorer Max Ohm, der auf die Konterbälle lauerte, waren alle Delhovener stets hinter dem Ball und standen den technisch begabten Velbertern immer auf den Füßen und ließen kaum etwas zu. „Wir wollten sehr kompakt stehen und die Räume eng machen. Das haben wir sehr gut geschafft“, wertschätzte ein sichtlich niedergeschlagener Kessel den Aufwand, den seine Mannschaft das ganze Spiel lang betrieben hat.

Die Kabinenansprache des Gästetrainer fruchtete dann jedoch. Extrem schwungvoll kamen die Favoriten aus der Pause und erspielten sich Chance um Chance. „Der Druck vom Gegner wurde immer stärker. Die haben noch offensiver gespielt“, erklärte Kessel die Schwächephase seines Teams in der Anfangsviertelstunde der zweiten Hälfte. Nach der überstandenen Angriffswelle waren es dann jedoch die Delhovener, die dem zweiten Treffer deutlich näher waren als Velbert dem ersten. Gerade in Person von Max Ohm wurden die Hausherren gefährlich, der gleich zweimal alleine vorm Velberter Tor auftauchte, im Abschluss allerdings nicht entschlossen genug agierte.  „Wir haben uns für unseren Aufwand und Kampf leider nicht belohnt“, bedauert Kessel, der zu dem Zeitpunkt nur ahnen konnte, wie sehr er diesen vergebenen Chancen hinterher trauern würden.

Denn dann kam es, wie es so häufig im Fußball kommt, wenn du deine Chancen nicht nutzt und die besagte 71. Spielminute wurde zum absoluten Stimmungskiller. Nach einem verlorenen Zweikampf auf der linken Außenbahn nahm Ex-Fortuna-Spieler Aydin einen Pass in den Rückraum traumhaft an  und zog mit dem zweiten Kontakt unhaltbar ins lange Eck ab. „Das war technisch schon eine extrem hohe Qualität“, zeigt sich Kessel als fairer Verlierer. So bleibt dem FC, der ein großes Spiel abgeliefert hat, nach einer Seuchen-Rückrunde nichts anderes übrig, als den bitteren Gang in die Kreisliga A anzutreten.

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