Fußball: Ex-Profi Andreas Pallasch trainiert die A-Jugend des SC Kapellen

Fußball : Ex-WM-Profi trainiert die Nachwuchskicker des SCK

Andreas Pallasch, 1982 mit Polen Dritter bei der WM in Spanien, tritt in Kapellen die Nachfolge von Björn Feldberg an.

Die A-Jugend des SC Kapellen, Tabellenzweite der Sonderliga Niederrhein, verliert ihren Trainer: Björn Feldberg tritt beim 1. FC Mönchengladbach am 1. Dezember die Stelle als Jugendkoordinator an. Doch bereits am Dienstagabend konnte der Verein seinen Nachfolger präsentieren: In die Verantwortung rückt der im Fußballkreis 5 Grevenbroich/Neuss schon beim TSV Bayer Dormagen, FC Zons und TuS Hackenbroich tätige Ex-Profi Andreas Pallasch.

Feldberg war im Frühjahr 2017 zum SCK gekommen, meisterte als Trainer der U17 die Qualifikation zur Niederrheinliga und schaffte mit der B-Jugend im Anschluss erstmalig den direkten Klassenverbleib. In der laufenden Spielzeit trainierte er die U19 des SC Kapellen. „Er hat hier sehr gute Arbeit geleistet“, lobt Jörg Ferber, Sportlicher Leiter der Landesliga-Truppe, den 35-Jährigen. Pallasch hatte in der Saison 2016/17 seinen Job als Trainer des A-Kreisligisten TuS Hackenbroich nach nur zehn Spielen aufgegeben, seine 2000 eröffnete Fußballschule geschlossen und stand fortan als Coach in China  unter Vertrag. Im 24,8 Millionen Einwohner zählenden Shanghai leitete er eine Sportschule und fungierte als Scout für den dortigen Fußballverband. Als Ferber und SCK-Trainer Oliver Seibert ihre Suche nach einem Nachfolger für Feldberg begannen, kam ihnen auch Pallasch in den Sinn. Und wie es der Zufall will, war der 58-Jährige kurz zuvor aus Asien an den Rhein zurückgekehrt. Glücklicherweise sei der ehemalige Profi (u.a. Gornik Zabrze/Polen, Hannover 96, Bursaspor/Türkei), mit Polen bei den Weltmeisterschaften 1982 in Spanien (Platz drei) und 1986 in Mexiko im Einsatz, sofort Feuer und Flamme gewesen, versichert Ferber: „Er war recht schnell begeistert.“

Dass der Wahl-Dormagener, der als Stürmer 34 Mal das polnische Nationaltrikot trug, seinen Job im Erftstadion gut machen wird, davon ist Ferber hundertprozentig überzeugt: „Er hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er mit den Jungs umgehen kann. Und die können von seinem Wissen und seiner Erfahrung nur profitieren.“ Der erste Härtest steht für das Mitglied im Bund Deutscher Fußball-Lehrer – seit 1997 Inhaber der UEFA-A-Lizenz für Fußballtrainer im Jugend- und Amateurbereich – bereits am 2. Dezember an. Dann muss er mit seiner neuen Mannschaft im Topspiel der Sonderliga beim Spitzenreiter DJK Gnadental ran. Das letzte Duell liegt gerade eine Woche zurück: Im Kreispokal-Viertelfinale hatte sich der SCK im Elfmeterschießen mit 8:7 behauptet.

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