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Fußball: Duell SC Kapellen mit VfL Jüchen/Garzweiler im Erftstadion

Fußball : Duell der besten Teams aus dem Fußballkreis im Erftstadion

Mit einer Woche Verspätung steigen die Landesligisten SC Kapellen und VfL Jüchen/Garzweiler mit einem reizvollen Derby ins Sportjahr 2019 ein. 

Jetzt aber wirklich. Nach dem von Eis und Schnee weggewehten Meisterschaftsauftakt im neuen Jahr dürften zumindest zwei der drei für den Fußballkreis 5 Grevenbroich/Neuss in der Landesliga tätigen Vereine am Sonntag (Anstoß 15 Uhr) ran. Während die Holzheimer SG  das für sie spielfreie Wochenende zu einem Testspiel vor heimischem Publikum gegen Giesenkirchen nutzt (Sonntag, 13 Uhr), treffen sich am Sonntag (Anstoß 15 Uhr) im Erftstadion Gastgeber SC Kapellen und der VfL Jüchen/Garzweiler zum Lokalduell.

„Ein Derby, das du als Amateursportler genießen solltest“, findet SCK-Trainer Oliver Seibert und verweist auf die herausragende Stellung dieser Partie im Rhein-Kreis: „Auf dem Papier spielen da die beiden besten Mannschaften gegeneinander.“ Und die sind mächtig gefordert. Mit Blick auf die vier Punkte Abstand zum Tabellendritten TVD Velbert stellt Kapellens Sportlicher Leiter Jörg Ferber klar: „Wir können uns nichts mehr erlauben.“

Genauso sieht das in Jüchen aus. Nach mehr als unbefriedigender Hinrunde steckt Trainer Michele Fasanelli mit seiner eigentlich zu Höherem berufenen Truppe mitten im Abstiegskampf. Zwar sieht der Vorsitzende Christoph Sommer die Gäste, die das Hinspiel mit 1:3 verloren hatten, als Außenseiter, doch er fordert: „In dieser Partie müssen wir uns das Selbstvertrauen für die weitere Saison holen.“ Trotz der immensen Bedeutung des Derbys begegnen sich die beiden Klubs nicht als erbitterte Rivalen. Ganz im Gegenteil. Seibert: „Man kennt sich, man schätzt sich.“ Und Sommer betont: „Wir bewundern die von Kapellen in den letzten Jahrzehnten geleistete Arbeit. Der Verein ist das Aushängeschild des Kreises.“ Für das gute Verhältnis hat Sommer ein ganz konkretes Beispiel: „Bei den Wechseln von Sven Raddatz und einiger A-Jugendlicher im Sommer von Kapellen nach Jüchen hat sich der SCK vorbildlich verhalten. So wurden keine Aufwandsentschädigungen verlangt.“ Das betraf nicht nur SCK-Legende Sven Raddatz, sondern auch Nachwuchskicker wie Jan-Lars Schuchardt, Anil Kilinc und Bela Kutsojannis. Unabhängig von der (zu) dürftigen Punkteausbeute des lokalen Mitbewerbers findet Seibert durchaus Gefallen am an der Stadionstraße tätigen Personal: „Jochen Schumacher ist Extraklasse,  Thorben Schmitt ein herausragender, Sven Raddatz ein klasse und Manuel Sousa ein Mentalitäts-Spieler. Dazu kommt in Dominik Lingweiler ein überaus solider Torhüter.“

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Dumm nur, dass der VfL nicht auf das komplette Personal zurückgreifen kann: Schumacher fällt mit angebrochener Rippe ebenso aus wie Christoph Spinrath (berufliche Gründe). Auch der in der Winterpause verpflichtete Michael Kersten bringt zwar veritable Landesligaerfahrung (1. FC Mönchengladbach) mit, kickte zuletzt aber für den PSV Mönchengladbach nur in der Kreisliga A und braucht daher noch ein wenig Zeit. Die Hausherren müssen monatelang auf ihren Kapitän David Dygacz (Kreuzband- und Meniskusriss) verzichten und Nils Dübbert ist als Polizist in den Urlaub abkommandiert worden. Dafür könnte der aus Nettetal nach Kapellen zurückgekehrte „Straßenfußballer“ (Seibert) Marc Paul sein Debüt feiern.