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Fußball: Das eigene Temperament steht Sportfreunden Vorst zu oft im Weg

Fußball : Das eigene Temperament steht Vorst zu oft im Weg

Analyse Die Sportfreunde aus Vorst haben bis zur coronabedingten Saisonunterbrechung gezeigt, dass sie in der Fußball-Kreisliga A mit allen Konkurrenten mithalten können. Dringend abstellen muss die Truppe von Trainer Jörg Gartz aber ihre Undiszipliniertheiten.

Die Sportfreunde Vorst haben einen ersten Saisonabschnitt mit Höhen und Tiefen erlebt, was fehlt ist die Konstanz. Besonders geprägt wurden die ersten zehn Partien von mehreren Platzverweisen. Ohne die Undiszipliniertheiten wäre für den A-Kreisligisten womöglich sogar mehr drin gewesen.

Saisonverlauf Die bisherige Saison der Sportfreunde war ein Auf und Ab. Mit einem echten Ausrufezeichen zum Auftakt ging es los: Vorst besiegte Aufsteiger Glehn deutlich mit 5:0. Daraufhin folgten dann aber zwei Niederlagen gegen den SVG Grevenbroich (0:3) und gegen den SC Kapellen II (4:6). Als bislang einzige Mannschaft besiegte Vorst dann aber Spitzenreiter Grimlinghausen mit 2:0. Im Anschluss unterlag die Truppe von Trainer Jörg Gartz wiederum Rosellen mit 0:2. Gegen Stürzelberg (3:2) holte Vorst Sieg Nummer drei. Gegen Grevenbroich-Süd (2:4) und TuS Grevenbroich-Süd (2:6) handelten sich die Sportfreunde zwei Pleiten ein, gegen die Spitzenmannschaft Delhoven (3:3) gab’s immerhin einen Punkt und zum Abschluss ein sehr erfreuliches 3:1 gegen den FC Zons. „Der Saisonverlauf ist bislang sehr unglücklich. Wir haben drei Mal durch Platzverweise das Spiel weggeschenkt“, ordnet Gartz ein. Gegen Grevenbroich-Süd, gegen den SVG Grevenbroich und gegen Rosellen beendete Vorst die Partie nur mit zehn Mann. Aufgrund zahlreicher Verletzungen konnte Gartz zudem seine Truppe nie zwei Mal hintereinander unverändert an den Start schicken.

Das war gut Sehr zufrieden ist Jörg Gartz mit dem Auftritt seiner Offensive. 24 Tore in 11 Spielen sprechen für sich. „Wir haben gezeigt, dass wir mit allen Mannschaften mithalten können.“ Erfreulich sei zudem die hohe Trainingsbeteiligung. Durch fünf Neue aus der eigenen Jugend ist der Kader deutlich größer geworden. „Die Jungen haben den Konkurrenzkampf im Team deutlich erhöht“, so Gartz.

Das war schlecht Besonders geärgert haben Gartz die Undiszipliniertheiten. Durch drei Platzverweise habe seine Mannschaft ein besseres Ergebnis verschenkt. Ein Problem, dass sich aber relativ abstellen ließe. Dramatischer sind hingegen die 27 Gegentreffer. Das ist ebenfalls deutlich zu viel. „Weil wir so offensiv denken, leidet häufiger die Defensive. Wir müssen geschlossener verteidigen und die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen verringern. Die Defensive fängt vorne an. Das müssen die Jungs noch lernen.“

Personal Mit Sandro Freund und Dennis Meyer haben sich gleich zwei A-Jugendliche bei den Sportfreunden Vorst etabliert. Beide kommen regelmäßig zum Einsatz. Hart getroffen hat die Vorster der Ausfall von Daniel Markwica. Der Angreifer hatte zum Auftakt gegen Glehn gleich vier Mal getroffen, am vierten Spieltag hatte er sich dann aber verletzt. Nach der Zwangspause kann der Stürmer aber wieder angreifen. Gemeinsam mit Max Klimbt kann Gartz dann auf ein gefährliches Duo zurückgreifen. Verändern wird sich der Kader über den Winter nicht. Weder Abgänge noch Neuzugänge sind geplant.

Ausblick „Die Top 10 sollten wir erreichen“, glaubt Gartz. Aktuell steht sein Team auf Platz 13, allerdings warten von den Top-Teams auch nur noch Nievenheim und der VfR Neuss. Mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs rechnet Gartz nicht vor März. Er findet, dass man nur noch die Hinrunde zu Ende spielen sollte. „Das ist die beste Lösung“, so Gartz.