Fußball : Delhoven empfängt Dormagen zum Derby

Fußball-Bezirksliga: Grevenbroich auf Trainersuche. Uedesheim, Kaarst und Gnadental im Gleichschritt gegen den Abstieg.

Drei der sechs Trainer, die die Saison bei einem der Vereine aus dem Rhein-Kreis in der Gruppe eins begonnen haben, stehen bereits nicht mehr im Amt.

TuS Grevenbroich (16.) – FC Büderich (8.) Nach dem Rücktritt von Michael Ende steht die Planung der unmittelbaren Zukunft beim TuS Grevenbroich auf der Tagesordnung. Überstürzte Entscheidungen wollen die Verantwortlichen jedoch vermeiden. „Wir haben eine Kandidatenliste, die wir durchgehen. Am Feiertag werden wir uns zu ersten Gesprächen zusammensetzen“, beschreibt Wilfried Faßbender, Zweiter Vorsitzender des TuS, das Vorgehen abseits des Platzes. Für das Sportliche zeichnet vorübergehend sein Sohn, Lars Faßbender, gemeinsam mit Martin Hermel verantwortlich. „Wir brauchen jetzt vor allem die Basics. Die nötige Aggressivität und die Bereitschaft, körperlich dagegen zuhalten“, sagt Lars Faßbender zur anstehenden Marschroute gegen Büderich. Auch für den Feiertag setzte das Interimsgespann eine Trainingseinheit an, in der vornehmlich am Abwehrverhalten gearbeitet werden soll. Nachvollziehbar, denn während 15 erzielte Tore in der unteren Tabellenhälfte noch konkurrenzfähig sind, stellt der TuS mit 36 Gegentreffern die schwächste Abwehr der Liga.

FC Delhoven (10.) – TSV Bayer Dormagen (6.) In Dormagen herrscht volle Konzentration auf das Lokalderby. Im Testspiel gegen den VdS Nievenheim (2:2) unter der Woche schonte TSV-Coach Frank Lambertz seine Leistungsträger und gab der zweiten Garde zusätzliche Einsatzminuten. „Die Jungs sind heiß auf das Spiel. Wir haben in Delhoven schon oft gut ausgesehen und wissen, dass wir physisch gegenhalten können“, äußert sich Lambertz zu den Voraussetzungen der Begegnung und schenkt der noch offenen Ansetzung, auf welchem Platz gespielt wird, wenig Aufmerksamkeit. „Wir spielen selber auf Rasen und trainieren auf Asche. Uns ist egal, auf welchen Platz es geht.“

SV Uedesheim (12.) – Schwarz-Weiss Düsseldorf (5.) Neben Kaarst und Gnadental hat sich Uedesheim als dritter Kreisvertreter mit zehn Punkten unmittelbar vor dem Relegationsplatz eingereiht. In SW Düsseldorf kommt die vielleicht spielstärkste Mannschaft der Liga in den Neusser Süden, doch der Fußball stand unter der Woche bei den Oberbilkern vorübergehend nicht im Mittelpunkt. Die Schwarz-Weissen mussten einen gehörigen Schock verarbeiten, nachdem in der Nacht zu Dienstag das Vereinsheim am Stoffeler Kapellenweg in Flammen aufging. Mehr als 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr brachten die Flammen unter Kontrolle. Der Sachschaden wird auf 500.000 Euro geschätzt.

SG Kaarst (13.) – DJK Sparta Bilk (3.) In den letzten beiden Spielen musste die SG Kaarst jeweils in der Schlussminute den entscheidenden Gegentreffer hinnehmen. Insgesamt gingen die letzten vier Spiele allesamt verloren und die Mannschaft von Trainer Adrian Dilbens befindet sich zurück im Abstiegskampf. Sparta Bilk reist unter umgekehrten Vorzeichen an. Die Düsseldorfer kommen mit einer fünf Spiele währenden Siegesserie im Gepäck an den Kaarster See.

TSV Eller (4.) – DJK Gnadental (14.) Bei der DJK kehrt so langsam das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten zurück. Vorsitzender Johannes Schneider ist überzeugt, dass auch bei der schweren Aufgabe in Eller Zählbares herausspringen kann. „Wir fahren da nicht hin, um abzuschenken und wollen unsere kleine Erfolgsserie beibehalten.“ Umstellungen zur Vorwoche wird Trainer Mehmet Yilmaz notgedrungen vornehmen müssen. Ali Gürcali und Pierluigi Principe fehlen gesperrt.