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Fußball Aufstiegsporträt SV Rheinwacht Stürzelberg

Fußball : Geschlossenheit heißt die Erfolgsformel

Auch wenn Torjäger David Labusga herausragt, war für Trainer Carlos Perez das Team der Aufstiegsgarant.

Nach 19 Spieltagen stand Rheinwacht Stürzelberg auf dem zweiten Tabellenplatz der Kreisliga B – wie auch in der vergangenen Saison. Diesmal reichte das aber knapp hinter dem SC Grimlinghausen und deutlich vor dem drittplatzierten TSV Norf zum Aufstieg in die Kreisliga A.

Einen großen Teil dazu beigetragen hat sicherlich Torjäger David Labusga mit seinen 36 Treffern bei 18 Einsätzen, ebenso die stabile Defensive, die mit 17 Gegentoren die beste der Liga war. Bis zum siebten Spieltag standen die Stürzelberger sogar an der Tabellenspitze, die sie dann durch eine Niederlage gegen den SC Grimlinghausen an diesen verloren – Platz zwei konnte ihnen bis zum Saisonabbruch aber keiner mehr nehmen. Schlüssel zum Erfolg war laut Trainer Carlos Perez die Geschlossenheit der Mannschaft: „Es war eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern, alle haben gut gearbeitet und sind in jedem Spiel an die Leistungsgrenze gegangen.“

Das Saisonziel, oben mitzuspielen, wurde souverän erreicht und die Freude ist groß – auch wenn es statt einer großen Aufstiegsfeier nur eine kleine Grillparty gab und die Umstände nicht so erfreulich sind. „Ein Saisonabbruch ist natürlich unbefriedigend, die ganze Situation ist neu für alle und immer noch schwierig“, sagt Perez. „Von heute auf morgen durften wir nicht mehr spielen und trainieren und es ist immer noch eine Ungewissheit da, ob es im September wirklich weitergeht.“

Während die meisten Mannschaften schon wieder voll im Training sind oder den Trainingsbetrieb gar nicht unterbrochen haben, sind die Stürzelberger erst spät in die Vorbereitung gestartet, mit leicht verändertem Kader. „Der Stamm ist zusammengeblieben, aber aufgrund von Aus- und Weiterbildung haben wir ein paar Abgänge – aktuell fehlt noch die Breite im Kader“, berichtet der Coach, der seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hat. Die Neuzugänge sind größtenteils noch nicht spruchreif, aber neu dabei ist auf jeden Fall Co-Trainer Ayhan Karadeniz.

Inwieweit im Training zur Normalität zurückgekehrt werden kann, ist trotz der Vorgaben des Verbands unklar: „Man hat das ja alles trotzdem im Kopf und sich zum Teil dran gewöhnt, eher auf Distanz zugehen“, so Perez. „Es wird sicherlich nicht direkt wieder wie vor dem Saisonabbruch, aber wir wollen das Beste draus machen und bis September wieder in Form kommen.“

In der neuen Spielklasse lautet das Ziel dann erstmal Klassenerhalt. „Ich glaube, wir können mithalten, aber erstmal geht es nur darum, drin zu bleiben“, sagt der Trainer. „Wir wollen uns in der Kreisliga A etablieren und dann darauf aufbauen.“