Fussball Und schon wieder ein Topspiel für den SCK

Kapellen · Nach vier Siegen in Folge empfängt der SC Kapellen als Spitzenreiter der Fußball-Landesliga den Tabellendritten 1. FC Mönchengladbach.

Fünf Pflichtspiele in zwei Wochen, davon vier in Folge gewonnen mit einem imponierenden Torverhältnis von 19:3 – die auf Platz eins gestürmten Landesliga-Fußballer des SC Kapellen dürften die vier Kirmestage in Neuss in vollen Zügen genossen haben. Am Dienstag hatte ihnen der ehrgeizige Trainer Oliver Seibert sogar freigegeben. „Umso wichtiger ist“, mahnt der Sportliche Leiter Jörg Ferber jedoch, „dass sich jetzt alle aufs nächste Spiel konzentrieren.“

Denn die Festwochen an der Erft reißen nicht ab: Nach den Lokalderbys in Holzheim (6:1) und Jüchen (3:1) sowie den frühen Spitzenspielen gegen St. Tönis (7:1) und Fischeln (3:0) steht für den SCK schon wieder ein Hit auf dem Programm: Im 1. FC Mönchengladbach kommt am Sonntag (Anstoß 15 Uhr) der Tabellendritte ins Erftstadion. Die mit vier Siegen in die Saison gestarteten Schützlinge des jungen Trainers Benedict Weeks (28) kassierten vor Wochenfrist beim VfB Solingen (3:4) unter den Augen der „SCK-Spione“ zwar ihre erste Niederlage, trotzdem hält Ferber große Stücke auf den für seine ausgezeichnete Jugendarbeit bekannten Kontrahenten. „Das ist eine gute, junge Truppe, die genau wie wir Fußball spielen will. Das wird ein tolles Spiel!“ Im Kreispokal fertigten die Gladbacher am Mittwoch den Bezirksligisten TDFV Viersen mit 9:0 ab. Dreifacher Torschütze: Oguz Ayan. Der  inzwischen 23-Jährige hatte im Oberliga-Abstiegsjahr des SC Kapellen unter Toni Molina gar nicht funktioniert (nur ein Tor in 20 Einsätzen), trifft aber seit seiner Rückkehr zum FC fast nach Belieben: In der vergangenen Saison markierte er 28 Treffer, in der laufenden Runde vier in fünf Partien. In Marcel Lüft kehrt am Sonntag noch ein zweiter Ex-Kapellener an seine alte Wirkungsstätte zurück.

 Ohne den bisherigen Gegnern zu nahe treten zu wollen, für Ferber „ist das noch mal ein ganz anderes Kaliber, „das uns alles abverlangen wird.“ Darum ist es sicher gut, dass der frisch verheiratete Alexander Hauptmann ins Team zurückkehrt. Der 30-Jährige hat in nur dreieinhalb Spielen sieben Treffer erzielt. So einen Stürmer liebt jede Mannschaft. „Und als Ehemann hat er jetzt noch viel mehr Zeit, sich auf den Sport zu konzentrieren“, witzelt Ferber. Dabei sieht er das Team keineswegs abhängig von den unbestrittenen Qualitäten des Goalgetters: „Klar, ohne ihn wird es vorne ein bisschen schwieriger, aber wir sind in der Breite einfach sehr gut aufgestellt.“ Weil im Moment fast alle Akteure fit und einsatzbereit sind – in Nils Mäker ist seit dieser Woche auch der letzte Urlauber zurückgekehrt –, kommt es zu Härtefällen: Oberliga-erfahrene Stammkräfte wie Marcel Koch, Dimitrios Balis, Maximilian Kuznik oder auch Marco Czempik sind (vorerst) ins zweite Glied gerückt. Ärger sieht Ferber deshalb aber nicht am Horizont heraufziehen: „Im Augenblick läuft alles rund, aber es werden auch schwierigere Zeiten kommen, gerade die jungen Spieler werden in ein kleines Leistungsloch fallen.“ Die Unzufriedenen bis dahin bei Laune zu halten, sei der Job der Sportlichen Leitung und des Trainers, sagt Ferber: „Diese Aufgabe fällt dir natürlich leichter, wenn du Erfolg hast. Aber die Mannschaft entwickelt sich noch, vor allem die Neuen müssen sich an unsere Spielweise erst noch gewöhnen. Wir haben noch Potenzial, besser zu werden ...“

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