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Galopp: Für viele Rennen gibt es zu wenig Pferde

Galopp : Für viele Rennen gibt es zu wenig Pferde

Die Veranstalter von Galopprennen in Deutschland klagen immer öfter über zu wenig Meldungen für die Rennen.

Am kommenden Wochenende finden in Deutschland auf drei verschiedenen großen Bahnen Galopprennens statt. Dabei geschieht etwas, was man noch vor kurzer Zeit für völlig ausgeschlossen hielt: es gibt nicht genügend Pferde, um die Rennen angemessen zu besetzen.

Die Folgen sind viele kleine Felder und als "Krönung" nur sieben Rennen am Sonntag beim Schwarzgold-Rennen auf Europa-Gtuppe III-Ebene um 55 000 Euro in Köln und gar nur sechs Rennen heute beim Auftakt in Dresden-Seidnitz. In Hoppegarten sind es morgen immerhin acht Rennen geworden. Die Ursachen der Probleme sind vielschichtig: der harte Winter mit eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten, eine dichte Terminfolge durch den Feiertag mit vielen Veranstaltungen um den 1. Mai und das am Mittwoch in Baden-Baden/Iffezheim beginnende Frühjahrs-Meeting, allerdings auch mit großen Besetzungsproblemen. Zudem laufen immer mehr deutsche Rennpferde im Ausland. Bevorzugt in Frankreich, wo der deutsche Derbysieger Pastorius das Europa-Gruppe I-Rennen um den Prix Ganay gewann. Aber auch kleinere Rennen werden zunehmend gewonnen und sie sind fast immer höher dotiert als die deutschen Rennen. Kölns Rennvereins-Manager Benedikt Fassbender: "Man muss ganz klar sagen, dass die Zahl der Pferde und die Angebote der Rennen derzeit in einem krassen Missverhältnis steht."

Aus den Neusser Ställen treten drei Pferde an: Axel Kleinkorres lässt in Köln die bislang nur in Frankreich startende Stute Raolina laufen und dazu die Stute Mamsi als krasse Außenseiterin. Für Marion Weber geht in Hoppegarten der Wallach Luca Haenni ins Rennen.

Einen Neusser Sieger gab es am 1. Mai in Düsseldorf durch den siebenjährigen Wallach Cool Eagle, den Ilja Borka in seinem Zwei-Pferdestall betreut. In einem Wertungslauf der Amateur-Weltmeisterschaft (mehr ein touristisches Vergnügen der Teilnehmer) ritt ihn der Engländer Freddy Mitchell zum zweiten Sieg in dieser Saison.

(kgö)