2. Basketball-Bundesliga Für Tigers beginnen in Herne ganz entscheidende Wochen

Neuss · Beim mit Spielerinnen aus der Erstliga-Vertretung verstärkten Neuling Herner TC II dürften die Basketballerinnen der TG Neuss einen schweren Stand haben.

Mutig voran: So wünschen sich die Tigers Danie Shafer (l.) am Samstag in Herne.

Mutig voran: So wünschen sich die Tigers Danie Shafer (l.) am Samstag in Herne.

Foto: Wolfgang Rommerskirchen

Im Kampf um den Klassenverbleib in der Zweiten Basketball-Bundesliga Nord, der die TG Neuss seit 2010 ununterbrochen angehört, benötigen die Tigers jeden Punkt. Dass der Trip am Samstag (Anpfiff 18 Uhr) in die H2K-Arena des Herner TC II im Stadtteil Sodingen sehr wahrscheinlich mit der siebten Niederlage in Folge enden wird, interessiert Trainer Rufin Kendall trotzdem nur am Rande. Er konzentriert sich lieber aufs große Ganze. Darum stellt er mit Blick auf die nach der zweiwöchigen Spielpause anstehenden Duelle mit den direkten Konkurrenten Eintracht Braunschweig (18. Februar) und Young Dolphins Marburg (25. Februar) fest: „Wir haben spezielle und wichtige Wochen vor uns. Und wenn wir da in Form sein wollen, müssen wir damit in Herne anfangen.“

Was die Aufgabe in der 500 Zuschauer fassenden Sporthalle an der Mont-Cenis-Straße besonders schwierig macht, ist der Termin: Weil nämlich die im deutschen Oberhaus auf Platz vier stehende Erstvertretung des HTC am Wochenende ohne Beschäftigung ist, kann sie ihr Personal locker an die von Lejla Bejtic trainierte Zweitliga-Truppe abgeben. Ohne diese Unterstützung gab es vor einer Woche eine deutliche 65:83-Pleite in Rotenburg. Mit Akteurinnen wie Alice Bremer (13 Punkte), Sarah Polleros (11), Kateryna Tkachenko und Monika Lopinska setzte sich der Neuling am dritten Spieltag bei den da personell noch gut ausgestatteten Tigers mit 73:67 durch. Zur entscheidenden Figur auf dem Parkett war mit 23 Punkten die in dieser Saison ebenfalls schon zehn Mal in der Eliteklasse eingesetzte US-Amerikanerin Lianna Tillmann avanciert. Denkbar wäre am Samstag zudem der Einsatz der regelmäßig im Erstliga-Team mitwirkenden Laura Zolper. In der Summe ergibt das für Kendall ein „sehr schwieriges Spiel gegen eine Mannschaft mit bis zu sechs Spielerinnen aus der 1. Liga.“ Ein Wiedersehen gibt es mit den unter Trainerin Janina Pils lange in Neuss tätigen Spießbach-Schwestern Ronja und Lisa.

In der sehr intensiven Trainingswoche haben die Tigers zum einen an der Integration der beiden US-Importe gearbeitet: Während LaShayla Wright gegen Göttingen gleich beim Debüt mit 21 Punkten und 15 Rebounds überzeugte, hängt Debie Shafer noch ein bisschen durch. „Aber sie hat im Training eine andere Körpersprache gezeigt“, sagt Kendall. Er hofft nun, „dass sie das mit ins Spiel gegen Herne nimmt.“ Auch wenn es „personell leider weiterhin nicht supi“ aussehe – immerhin hat Iva Banozic am Freitag endlich ihren MRT-Termin gehabt –, setzt der Coach darauf, dass die viele Arbeit im Training Wirkung zeigt. „Wir wollen nicht mehr nur zugucken, sondern aggressiver agieren.“       

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