Für Holzheimer SG zählt nur der Klassenverbleib

Fußball : Für HSG zählt nur der Klassenverbleib

Trotz schmerzhafter Abgänge im Sommer hat sich der Fußball-Landesligist seinen einmaligen Kampfgeist bewahrt.

Ist Guido van Schewick eigentlich durch irgendetwas aus der Ruhe zu bringen? Mitten in die entscheidenden Wochen im Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Landesliga sieht der Trainer der Holzheimer SG, wie ihm für die nächste Saison in Maurice Girke (22 Treffer) nach Yannick Joosten und Torhüter Nico Bayer (beide zum SC Kapellen) die dritte Stammkraft wegbricht, doch der 42-Jährige bleibt cool: „Damit war zu rechnen, dass einige unserer Spieler den nächsten Schritt machen wollen.“

Girke, der praktisch auf der Johann-Dahmen-Anlage in Holzheim zu Hause ist, wechselt zum Ligarivalen Teutonia St. Tönis, kann sich indes der Rückendeckung seines Trainers gewiss sein. „Ich weiß“, versichert van Schewick, „dass sich alle bis zum Schluss voll rein knien werden. Für uns zählt im Moment nur, dass wir alles dafür tun, in der Landesliga zu bleiben.“ Und die Richtung stimmt. Vor dem zweiten von drei Heimspielen in Folge am Sonntag gegen den Oberliga-Absteiger und direkten Konkurrenten FSV Vohwinkel hat der Neuling schon drei Punkte mehr auf dem Konto als in der gesamten Hinrunde. Sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen, käme dem Coach indes nie in den Sinn. Wie für das Match vor Wochenfrist gegen Odenkirchen (5:1) gilt auch am Sonntag: „Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel.“ Zumal es für Vohwinkel, als Vorletzter fünf Punkte hinter dem definitiv sicheren 14. Tabellenplatz zurück, um die letzte Chance geht, den „Durchmarsch“ in die Bezirksliga zu vermeiden. Und das wundert van Schewick schon ein wenig, denn vom 1:0-Sieg im Hinspiel ist ihm „eine eigentlich gute Mannschaft“ in Erinnerung geblieben.

Die HSG, die nächste Woche auch noch Heiligenhaus erwartet, hat ihre Reihen nach dem Spiel gegen Odenkirchen wieder aufgefüllt: Nico Bayer und Kevin Dyla fallen rotgesperrt zwar ebenso weiter aus wie der angeschlagene Thorsten Linnemeier, doch dafür ist Tom Nilgen wieder dabei. Darüber hinaus arbeitet der Vorstand natürlich am Kader für die nächste Spielzeit. Unverzichtbare Säulen wie Kapitän Pascal „Calli“ Schneider haben bereits zugesagt, demnächst sollen an der Reuschenberger Straße fünf Neuzugänge präsentiert werden – trotz im Vergleich zur Konkurrenz bescheidener finanzieller Mittel.

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