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Galopp: Für Earl Dragon ist in Köln nichts zu holen

Galopp : Für Earl Dragon ist in Köln nichts zu holen

Galopp: Gute Leistung von Initiator aus dem Stall der Neusser Trainerin Marion Weber in Hannover.

Beide kämpften wie um ihr Leben. Der sechs Jahre alte Wallach Initiator und sein Jockey Norman Richter mussten sich beim Saisonauftakt auf der Rennbahn Neue Bult in Langenhagen bei Hannover trotzdem der Stute Early Morning geschlagen geben. Aber es war eine gute Leistung von Initiator aus dem Stall der Neusser Trainerin Marion Weber, die noch mit 2200 Euro belohnt wurde. Der Wallach mit dem großen Speed bestätigte damit auch seine letzten guten Leistungen. Marion Weber: "Auf dieser Ebene kann es weitergehen."

Im Top-Rennen dort belegte die Stute Scouting einen sehr guten vierten Rang. Es war ein Listenrennen (Bundesliga) um den Großen Rossmann-Preis. Scouting hatte sich die Kondition für diese großen Rennen am 19. März in Neuss geholt, als er mit zehn Längen Vorsprung gewann.

Chancenlos für einen Geldpreis waren zuvor die beiden Pferde von Marion Weber beim Renntag des 1. FC Köln im Weidenpescher Park. Die beiden mit ihren acht Jahren schon betagten Earl Dragon mit Enki Ganbat und Depeche mit Miguel Lopez landeten im geschlagenen Feld. Der gebürtige Malaye Enki Ganbat versuchte nach dem Start, vergeblich an die Spitze zu kommen. Die Stute Depeche wurde wie gewohnt "auf Warten" geritten und konnte auf den letzten Metern auch noch einige Plätze gutmachen, doch mit den vorderen Plätzen hatten sie da schon nichts mehr zu tun. Die Siegerin Glamour Girl mit Adrie de Vries deklassierte die gesamte Gegnerschaft.

Marion Weber hatte auch bei den besonders stimmungsvollen Sonntag-Rennen des Reitvereins Graf Haeseler in Sonsbeck nur wenig Grund zur Freude. Die bereits 13-jährige Stute Danny belle endete auf Platz fünf. Als Ersatzreiterin kam die aus einer großen Rennsportfamilie stammende Kölnerin Vanessa Baltromei zum Einsatz. Marion Weber: "Es machte sich schon bemerkbar, dass eine unerfahrene Reiterin im Sattel saß." Als Trost für Platz fünf gab es noch 50 Euro. Das reichte kaum als Kostenersatz für den Transport. Es stellt sich schon die Frage, ob ein Verbleiben dieses 13-jährigen Pferdes in einem professionellen Rennstall noch Sinn macht. Das letzte der drei Galopprennen in Sonsbeck wurde nach einem Sturz abgebrochen und später wiederholt.

(NGZ)