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Der DJK und sein eigener Schuh: "Für absolut kleines Geld"

Der DJK und sein eigener Schuh : "Für absolut kleines Geld"

Es war während der Sportwoche der DJK Gnadental Ende Mai, als sich der für den Klub seit zwei Jahren als Jugendleiter tätige Jürgen Fells mit einigen Eltern zu einem Glas Bier zusammensetzte. Dabei brachte der 49-Jährige auch seine zunächst verwegene Idee auf den Tisch, einen vereinseigenen Schuh zu entwickeln. "Ein Vater, der aus der Branche kommt, war sofort dabei und hat sich ans Designen gemacht", erinnert sich Fells. Schon nach sechs Wochen war der Entwurf fertig: ein Multinockenschuh für Kunstrasen und Hartplatz.

Den Prototypen brachte Fells Anfang Dezember mit zur Weihnachtsfeier der DJK. "Ich hab' mich gefreut wie ein Schneekönig." Seine Vision: "Alle Kicker in Gnadental sollen ihn für absolut kleines Geld erstehen können. Für Vereinsmitglieder habe ich mal an einen Preis von 19,90 Euro gedacht." Verdienen wolle er mit seiner witzigen Idee nichts, stellt er klar: "Sollten wider Erwarten Überschüsse erwirtschaftet werden, gehen die komplett in die Jugendkasse." Als Leiter der Jugendabteilung, "die ich vor zwei Jahren bestens aufgestellt von Rudi Michalsky übernommen habe", liegt ihm der Nachwuchs ganz besonders am Herzen.

400 Paar will er fürs Erste ordern. "Wir müssen das Ganze mal durchkalkulieren, dann könnten sich da auch andere Vereine dranhängen." Zum TSV Norf bestünden bereits Kontakte, "für den VfR Büttgen würde sich ein Schuh ganz in Gelb bestimmt auch sehr gut machen".

Der Mann sprüht einfach vor Ideen. Als DJK-Vorsitzender schwebte ihm einst ein riesiger Werbemast auf der direkt am Autobahndreieck Neuss gelegenen Anlage am Nixhütter Weg vor. Gut möglich also, dass er sich schon bald wieder zu einem Bierchen verabreden wird …

(RP)