1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Fuchsteufelswilde Bären aus Neuwied fertigen den Neusser EV mit 6:1 ab

Eishockey : Fuchsteufelswilde Bären fertigen NEV ab

Gegen das Schlusslicht der Eishockey-Regionalliga schießt sich der EHC Neuwied den Frust von der Seele.

Als wäre die Aufgabe beim EHC Neuwied für den Neusser EV nicht eh schon schwer genug gewesen, traf das Schlusslicht der Eishockey-Regionalliga NRW in der Deichstadt auch noch auf ein Team mit einem mächtigen Hals. Denn zwei Tage zuvor hatten die Schützlinge von Trainer und Manager Carsten Billigmann beim Herforder EV nach einer 5:1-Führung in der Verlängerung noch mit 5:6 verloren. Die 1:6-Niederlage (0:2, 0:3, 1:1) seiner Jungs war für NEV-Coach Daniel Benske, der die Bären selber mal trainiert hat, darum fast logisch: „Ich kenne meinen Trainerkollegen und weiß, wie heiß er die Mannschaft gemacht hat.“

Das Abwehrbollwerk der nur mit zwei Blöcken angetretenen Gäste hielt bis zur siebten Minute. Dann brachte Kevin Wilson Neuwied in Führung. Und weil Timon Busse mit seinem Alleingang an EHC-Goalie Felix Köllejan scheiterte (18.), konnte Stephan Fröhlich noch im ersten Drittel das 2:0 (25.) nachschieben. Das 0:3 (32.) von Maximilian Herz fing sich der Tabellenletzte sogar in Überzahl. Noch vor der zweiten Drittelpause erhöhten der Ex-Neusser Daniel Pering (37.) und der Kanadier Sam Aulie auf 5:0 (40.) für die Bären. Die beiden Treffer im Schlussabschnitt waren alleine das Eintrittsgeld wert: Zunächst setzte wiederum Sam Aulie den Puck mit Schmackes zum 6:0 (43.) genau in den Torwinkel, dann nagelte sein erst seit kurzem für den NEV tätiger Landsmann Jason Popek die Scheibe auf Zuspiel von Maximilian Bleyer aus spitzem Winkel zum 1:6-Endstand (44.) unter die Querlatte.

In seinem zweiten Einsatz gehörte der 29 Jahre alte Stürmer erneut zu den Aktivposten, dabei musste er wegen der Neusser Personalnöte von der Außenposition ins Zentrum rücken. Rund um den Reuschenberger Südpark hoffen die Eishockey-Fans darum nun noch mehr auf Holger Schrills. Der verdiente Top-Stürmer, der seine Karriere aus beruflichen Gründen eigentlich schon mehr oder weniger beendet hatte, soll in dieser Woche endlich wieder ins Training einsteigen. Und als erfahrener Center könnte der mittlerweile 33-Jährige, der in Neuss auch als Integrationsfigur hochgeschätzt wird, Jason Popek mit Vorlagen füttern.