1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Jüchen: FSV hofft auf Erhalt des Bürgerhauses

Jüchen : FSV hofft auf Erhalt des Bürgerhauses

In einer Sondersitzung berät der Hauptausschuss der Gemeinde heute über die Zukunft des Bürgerhauses Jüchen: Entweder wird es zur Kita umgebaut, oder an der Stadionstraße wird eine neue Einrichtung gebaut.

Von einem Umbau wären gleich zwei Vereine betroffen: der Fußballsportverein (FSV) und der Bürgerschützen- und Heimatverein Jüchen.

Was ein Umbau für die Sportler bedeuten würde: "Wird die Halle für den Umbau freigegeben, würde dies ein großes Loch in unsere Vereinskasse reißen", sagt Rainer Meyersieck (54), erster Vorsitzender des FSV. Denn: Die Sportler sind für die Verwaltung der Halle zuständig und vermieten diese auch. "Von dem Erlös halten wir die Halle in Schuss und kaufen neue Geräte für unser Training", erklärt der 54-Jährige.

Mit der angebotenen Alternative könnten die Sportler "nur unter bestimmten Umständen" leben. Der FSV könnte, so der Vorschlag der Verwaltung, in die Zweifach-Turnhalle an der Stadionstraße umziehen. Dort müssten dann aber andere Vereine weichen, denn "wir müssen unsere aktuellen Trainingszeiten beibehalten. Sonst bekommen wir Probleme mit Trainern und Mitgliedern", weiß der erste Vorsitzende des rund 250 Mitglieder starken Vereins. Zuversichtlich, dass das Bürgerhaus gehalten werden kann, sind die Sportler nicht. "Wir kennen nicht die genauen Planungen. Doch sicher ist, dass die Kinder einen Platz brauchen", sagt Meyersieck.

Anders sieht das beim Jüchener Schützenverein aus. Offiziell wollte sich dessen Präsident Hans Hubert Krall vor der heutigen Sitzung nicht äußern. Doch in einer Presseinformation zum anstehenden Schützenfest stellte Krall klar, "dass man in Jüchen-Mitte auf eine Veranstaltungsstätte wie das Bürgerhaus nicht verzichten könne".

Er und weitere Mitglieder des Vorstands kündigten an, die Sitzung in Haus Katz zu besuchen. Die Verwaltung hatte den Schützen vorgeschlagen, entweder in die Turnhalle an der Stadionstraße oder in die Peter-Giesen-Halle in Garzweiler auszuweichen — ein Vorschlag, der wenig Beifall gefunden hatte.

(draxl)