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Zweitliga-Kicker zur Unterstützung: Frischer Wind beim Neuling

Zweitliga-Kicker zur Unterstützung : Frischer Wind beim Neuling

Von Dirk Sitterle Mit einiger Sorge hat Gerd Zewe, Trainer des Fußball-Verbandsligisten TuS Grevenbroich, in den letzten Tagen auf den Spielplan der Zweiten Bundesliga geschaut. Weil der bereits für Freitag Abend die Partie der Oberhausener Profi-Truppe beim TSV 1860 München aufführt, befürchtet er Ungemach.

Von Dirk Sitterle Mit einiger Sorge hat Gerd Zewe, Trainer des Fußball-Verbandsligisten TuS Grevenbroich, in den letzten Tagen auf den Spielplan der Zweiten Bundesliga geschaut. Weil der bereits für Freitag Abend die Partie der Oberhausener Profi-Truppe beim TSV 1860 München aufführt, befürchtet er Ungemach.

Zum einen ist er sich ziemlich sicher, dass einige Zweitliga-Kicker die Amateur-Elf am Sonntag im Schloss-Stadion verstärken werden, zum anderen könnte er sich vorstellen, dass Kollege Eugen Hach, der unlängst den gefeuerten Jörn Andersen beerbt hat, seine in die "Zweite" abgeordneten Lizenz-Spieler mal höchstpersönlich unter die Lupe nehmen möchte. Ein zusätzlicher Antrieb für die Gäste. Dem will der für die Verbandsliga-Mannschaft von RWO verantwortliche Trainer Werner Wildhagen auch gar nicht widersprechen. "Es liegt nahe, dass wir von oben welche dazu bekommen." Zwei, drei Profis kämen meistens herunter, was allerdings nicht ausschließlich Vorteile hat, denn da die Entscheidung darüber in der Regel recht kurzfristig ausfällt, bleibt keine Zeit zur gemeinsamen Vorbereitung.

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"Trotzdem", hat Wildhagen mit Freude registriert, "findet unsere Truppe immer mehr zusammen". Nach gutem Start und einem kleinen Durchhänger mit zwei Niederlagen in Folge gegen Goch (0:3) und Kapellen (1:2) hat sich Oberhausen inzwischen wieder bis auf den dritten Platz nach vorne gearbeitet, nur drei Punkte hinter dem Spitzenreiter VfB Speldorf. Den punktgleichen Aufsteiger aus der Schloss-Stadt hat Wildhagen auch auf seiner Rechnung - in einer Liga, "die in diesem Jahr so kurios wie schon lange nicht mehr ist". Vorsorglich hat er den Neuling darum von seinem Co-Trainer Volker Abel beim 4:1-Sieg über Sonsbeck beobachten lassen. Seither weiß er: "Deren Spielweise kommt unserer Truppe entgegen. Ich erwarte am Sonntag ein sehr interessantes Spiel." Wieder bauen kann er dabei nach dreiwöchiger Verletzungspause auf seinen Kapitän Arne Janssen. Auf dem falschen Fuß wird RWO die Hausherren ganz bestimmt nicht erwischen, denn das Team von Trainer Gerd Zewe ist nach wie vor bestens in Form.

Selbst der Ex-Profi zeigte sich angetan vom Auftritt in Wülfrath, als der Neuling einen 1:3-Rückstand noch in ein 3:3-Unentschieden verwandelte, dabei "die Tore super vorbereitet hat". Produktiv tätig waren dabei auch die neuen Kräfte: Bekim Dzeladini, der 90 Minuten durchspielte, bescheinigte er auf der halblinken Mittelfeldposition eine überragende Leistung. Auch der offensive Timo Genusso hat sich einen Platz in der ersten Elf gesichert; Andrej Weber habe nach seiner Einwechslung in der letzten halben Stunde viel Druck gemacht. Trotzdem wäre er froh, könnte er auf der linken Außenbahn wieder auf den von Problemen am Oberschenkel geplagten Stephan Volk bauen. In Wülfrath vertrat ihn Marc Schüttler. Auch im Sturmzentrum drückt der Schuh, denn Alex Omogie hat sich für drei Wochen in seine nigerianische Heimat verabschiedet und Farid Ahmad (Oberschenkel) ist weiterhin angeschlagen.

(NGZ)