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Freude über klare Perspektive bei Fußballern im Rhein-Kreis Neuss

Saisonstart 21./22.August : Freude im Fußball über klare Perspektive

Seit dem Wochenende steht fest, dass die Meisterschaftsrunde der Männer am Wochenende 21./22. August beginnt. Nach den Monaten der Ungewissheit in der Corona-Krise macht das Mut. Zwei Kreispokalwettbewerbe stehen an.

Auch wenn die positive Entwicklung der Corona-Inzidenzzahlen schon seit ein paar Wochen anfangs einen eingeschränkten Trainingsbetrieb möglich gemacht haben und inzwischen wieder weitgehend normal trainiert werden kann, waren auch die Fußballer im Rhein-Kreis Neuss nach den vielen Monaten ohne Meisterschaftsspielbetrieb und der Annullierung der Saison auf einen Termin besonders gespannt. Dem dringenden Wunsch nach einer Bekanntgabe des Saisonstarts 2021/2022 für die Männer (Wochenende 21./22.August) kam der Fußballverband Niederrhein am Wochenende nach, am Montag legte er den Rahmenterminkalender nach. Danach steht der letzte Spieltag des Jahres am 19. Dezember auf dem Programm, die Winterpause endet am 20. Februar und der letzte Spieltag ist für den 19. Juni angesetzt.

Ganz besonders ist die Lage in den Pokalwettbewerben. Im Fußballkreis Grevenbroich/Neuss, der sich mit dem Punktspielstart der Ligen auf Kreisebene nach dem Verband richtet, wird nämlich zweimal Pokal gespielt. Los geht’s schon am 15. Juli mit der Fortsetzung der ersten Runde aus der zurückliegenden Saison, wo Ende Oktober mehrere Partien ausgefallen waren. Zu einer Neuansetzung geschweige denn einer Fortsetzung des gesamten Wettbewerbs kam es dann aber wegen Corona nicht mehr. Jetzt sollen noch eiligst drei Teilnehmer für den Niederrheinpokal ausgespielt werden, der vermutlich Mitte September beginnt. Geplant ist, dass dafür nicht nur die Teams einen Wild Card erhalten, die nach der ersten Runde im Herbst 2020 noch im Wettbewerb waren, sondern alle qualifizierten Mannschaften aus Amateurvereinen. Aus dem Rhein-Kreis Neuss hatten der SC Kapellen und der VfL Jüchen/Garzweiler zugunsten der Profis auf den Niederrheinpokal verzichtet, damit die einen Teilnehmer für den DFB-Pokal ermitteln konnten, und dafür eine Wildcard erhalten. Die Holzheimer SG war zwar gegen Germania Ratingen ausgeschieden (1:8), soll aber auch wieder dabei sein. „Weil aber noch weitere Starter aus der Fortsetzung der Kreispokalwettbewerbe hinzukommen, wird das Feld auf Niederrheineben auf 128 Starter erweitert“, sagt Rheinhold Dohmen, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses Grevenbroich/Neuss. Der neue Kreispokal, in dem dann die Starter für den Verbandspokal der folgenden Spielzeit ermittelt werden, soll dann im September oder Oktober beginnen.

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Da ist dann SC Kapellen auch wieder dabei. Beim zunächst ausgetragenen Fortsetzungswettbewerb aber nicht. Denn für die Niederrheinebene ist der SCK ja sowieso gesetzt, zunächst gilt die volle Konzentration des neuen Trainer Björn Feldberg und seiner Mannen der Vorbereitung auf die Landesliga-Saison. „Dass es jetzt einen konkreten Termin für den Saisonstart gibt, ist ein gutes Signal. Die Spieler haben ein konkretes Ziel vor Augen, was die Motivation sicher noch mal steigert“, sagt Kapellens Geschäftsführer Ralf Stübben. Der Termin kommt dem SCK gut zupass, weil das Wochenende 21./22. August in den Vorplanungen als Starttermin vermutet worden war und jetzt nichts geändert werden muss.

A-Ligist VdS Nievenheim gehört dagegen zu den Teams aus dem Fußballkreis Grevenbroich/Neuss, die am 15. Juli die erste Runde des alten Kreispokal beenden müssen. Die Partie bei SuS Gohr steht dann laut Trainer Daniel Köthe als erstes Pflichtspiel nach einer gefühlten Ewigkeit auf dem Programm. „Ablehnen war keine Option, der Pokal hat nach wie vor einen besonderen Reiz. Dafür nehmen wir auch zahlreiche Spiele in Kauf“, erklärt Köthe. Der Meisterschaftsbeginn passt ihm sehr gut in dem Kram, weil er genügend Zeit für die Vorbereitung bietet. Die Trainingsbeteiligung zeigt, dass seine Spieler extrem motiviert sind. „Die Vorfreude ist riesig“, betont Köthe. Personell konnten die Nievenheimer noch mal viel Erfahrung verpflichten. Schließlich ist Simon Kozany, der von der DJK Gnadental kommt, der namhafteste Neuzugang.

Apropos Gnadental. Auch dort hat sich die Gemütslage angesichts der aktuellen Entwicklung im Amateurfußball trotz des Kozany-Abgangs deutlich verbessert. „Wir sind einfach froh, dass die Anlage wieder voll ist. Das ist einfach ein tolles Gefühl“, sagt Johannes Schneider in seiner Funktion als Sportlicher Leiter der DJK. Die Planungen für die neue Saison seien gut gelaufen, insbesondere die Zugänge, darunter Maurice Girke von der Holzheimer SG und Andrej Hildenberg vom SC Düsseldorf-West, bereiten den Gnadentalern viel Freude. Seit zwei Wochen sind sie in neuer Zusammensetzung wieder locker im Training, die richtige Vorbereitung beginnt nächste Woche Dienstag.

Ein wenig später, nämlich am 4. Juli, legt Landesligist Teutonia Kleinenbroich los. „Wir freuen uns, dass es endlich einen konkreten Termin für den Saisonstart gibt“, sagt Co-Trainer Björn Linevondeberg, der aktuell Norbert Müller (Urlaub) vertritt, wenn es darum geht, die Spieler bei lockeren Einheiten bei Laune zu halten. Bei der Teutonia liegt das Augenmerk darauf, im Jahr des 100-jährigen Bestehens die Grundlagen für den Klassenverbleib zu legen. Höhepunkt der Vorbereitung wird am 11. Juli ein Jubiläumsspiel gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach.