1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Galopp: Freiherr gibt sich noch nicht geschlagen

Galopp : Freiherr gibt sich noch nicht geschlagen

Zwar gelangen Christian von der Recke beim gestrigen Weihnachtsrenntag auf der Neusser Galopprennbahn nur zwei Siege, doch im Kampf ums Trainerchampionat gibt der Freiherr noch nicht auf. Im Hauptrennen siegte Steffi Hofer.

Der vielfache Championtrainer Christian von der Recke nahm es am Ende des Tages mit Humor: "Wir haben offenbar zu spät angefangen mit dem Endkampf." Neun Pferde traten aus seinem Stall in Weilerswist bei den acht Weihnachtsrennen bei Trockenheit bis zum siebten Rennen gestern auf der Neusser Galopprennbahn an.

Foto: Klaus-Jörg Tuchel

Gewonnen wurden zwei Rennen mit Auendancer, den Sabrina Wandt zu einem Sieg mit einer halben Länge gegen Chaudoun sicherte. Als 346:10 Außenseiter überraschte dann der von der Recke selbst gehörende Hengst Be my Lion mit Nina Wagner im vorletzten Rennen. Die Entscheidung im Kampf um die begehrte Trainer-Meisterschaft war damit noch nicht endgültig gefallen, auch wenn von der Reckes Rückstand von fünf Siegen gegen den mit 58 Punkten führenden Roland Dzubasz aus Hoppegarten schwer aufholbar scheint.

Foto: Klaus-Jörg Tuchel

Heute ist die Starterangabe für das Finale am Sonntag in Dortmund und von der Recke kündigte an: "Wir kämpfen weiter. Bis zum letzten Rennen" Allerdings hat der in Neuss nicht vertretene Dzubasz in Dortmund auch zwei Favoriten am Start. Von der Recke philosophierte: "Der Sieger hat immer Recht."

Geduld und gute Nerven sind wichtige Tugenden zum Gewinnen von Galopprennen. Der fünfjährige Wallach Falakee gewann gestern den Killepitsch-Preis der Likörfabrik Peter Busch, weil sich seine Reiterin Steffi Hofer nicht an der wilden Jagd der Frontrenner beteiligte, sondern ruhig im hinteren Teil des Feldes blieb.

Als die vorderen Pferde auf dem tiefen Sand mit ihren Kräften am Ende waren und den Rückwärtsgang antraten, waren Falakee und Steffi Hofer zur Stelle und dominierten noch mit vier Längen Vorsprung vor dem Favoriten Elgin mit Andrasch Starke. Der designierte Jockey-Champion blieb gestern ohne Sieg, auch Titelverteidiger Filip Minarik konnte nicht punkten.

Mario Hofer zur Taktik: "Es war mir klar, dass es vorne eine wilde Jagd geben würde. Ich habe Steffi gesagt, sie solle sich aus allen Kämpfen an der Spitze heraus halten und so lange warten wie möglich. Das hat sie gut gemacht." Neben dem Rennpreis von 2 600 Euro für Besitzer Alfred Leiner aus Bruchmühlbach-Miesau im Saarland gab es natürlich größere Kostproben des kultigen Kräuterlikörs, den der gebürtige Österreicher Mario Hofer bislang nicht kannte.

Für den Hofer-Stall war es über die Weihnachtstage der dritte Sieg. Zwei Rennen gewannen seine Pferde am späten Vormittag des Heiligabend mit Linngaro und Nautika Danon im französischen Deauville, wobei es für Linngaro sensationelle 31.000 Euro Prämien gab.

Mit einem Fehlstart begann das letzte Rennen des Neusser Jahres, weil sich die äußeren Boxen der Startmaschine nicht öffneten. Blitzschnell erkannte Starter Tom Maher aus Bremen auf Fehlstart. Alle Reiter konnten ihre Pferde anhalten. Souveräner letzter Sieger war dann der Wallach White River aus dem Stall des Besitzertrainer-Champions Christian Peterschmitt aus Zweibrücken mit der in Dormagen wohnenden Perlenketten-Gewinnerin Olga Laznovska.

Der Präsident des Neusser Reiter- und Rennvereins, Jan Antony Vogel, war nach den acht Rennen erleichtert: "Wir hatten bei dem starken Regen in den letzten Tagen schon große Sorgen. Aber es ist ja noch gut gegangen." Auch das Sandgeläuf erwies sich dank intensiver Bearbeitung als rennfähig.

(kgoe)