Frauenbasketball: Neuss Tigers erwarten Bad Homburg

Basketball: Tigers können nicht mehr nur auf Besserung hoffen

Notfalls auch noch ohne Dara Taylor und Franzi Worthmann steht der Basketball-Zweitligist gegen Bad Homburg in der Pflicht.

Endlich mal eine gute Nachricht für die mit drei Niederlagen in die Saison gestarteten Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss: Am Mittwoch um 9.45 Uhr landete auf dem Flughafen in Düsseldorf die Maschine aus Philadelphia mit Dara Taylor. Die 27-Jährige kehrt damit nach ihrem Gastspiel bei den Panthers Osnabrück zu den Tigers zurück – und wird bereits sehnsüchtig erwartet.

Denn für die Truppe um Topscorerin Natalie Bastian läuft es bislang richtig schlecht. Mit null Punkten belegt die Turngemeinde den vorletzten Tabellenrang – vom Schlusslicht  ASC Theresianum Mainz trennt das Topteam a.D., das zuletzt dreimal in Folge die Play-off-Runde der besten Vier um den Aufstieg ins Bundesliga-Oberhaus erreicht hatte, nur das allerdings deutlich bessere Korbverhältnis. Dara Taylor möglichst schon am Samstag (17.30 Uhr, Elmar-Frings-Sporthalle an der Bergheimer Straße) im Heimspiel gegen die nach drei Partie noch ungeschlagenen Falcons Bad Homburg aufs Feld zu bringen, hat darum höchste Priorität. TG-Geschäftsführer Klaus Ehren, über dessen Frau die 1,72 Meter große US-Amerikanerin per Facebook stets Kontakt nach Neuss gehalten hatte, packte die New Yorkerin am Mittwoch jedenfalls direkt ins Auto, um die unerlässlichen Besuche im Ausländer- und Bürgeramt zu erledigen. Weil der zuständige Sachbearbeiter in der Neusser Ausländerbehörde schwer auf Zack sei, lägen die nötigen Papiere bereits bei der Bundesagentur für Arbeit, sagt Ehren: „Daran hängt jetzt alles. Ich bin guter Hoffnung, dass es bis Samstag mit einer Arbeitserlaubnis klappt – manchmal dauert das nur drei Tage, manchmal aber auch bis zu vier Wochen. Beeinflussen kann man da nichts.“

  • Basketball : Dara Taylor kehrt zu den Tigers zurück

Ihr Appartement an der Königsstraße, das sich die Rückkehrerin mit Natalie Bastian teilt, hat Dara Taylor schon bezogen. Und weil sie ein Musterprofi ist, stieg sie noch am Anreisetag ins Mannschaftstraining ein. Obwohl nach dem Abschied in Osnabrück ohne sportliches Engagement, seit sie physisch genau so, wie wir sie kennen“, beruhigt Ehren. Inwieweit das für ihre immer schmerzlicher vermisste Teamkollegin Franziska Worthmann gilt, ist fraglich. Ehren geht davon aus, dass die 31-Jährige nach ihrem vor knapp drei Wochen im Training erlittenen Rippenbruch auch gegen Bad Homburg fehlen wird. Das ist zwar ausgesprochen schade, entbindet die erfahrene Mannschaft aber nicht von der Pflicht, deutlich mehr zu zeigen als bislang. Schließlich ist nicht gesagt, dass es mit Taylor und Worthmann gleich wieder rund läuft. Nur auf Besserung zu hoffen, ist keine gute Strategie, schließlich steht im Kader in Jana Heinrich, Britta Worms und Leonie Prudent immer noch erst- und zweitligaerprobtes Fachpersonal. Allerdings sind die Falcons schon eine echte Hausnummer: Das eingespielte Team von Trainer Jay R. Brown hatte die Hauptrunde der vergangenen Saison in der Südgruppe auf Platz zwei abgeschlossen und war im Play-off-Halbfinale in drei Spielen an Jahn München gescheitert. Für die Musik sorgen im Hochtaunus die Imports: Die meisten Punkte erzielt die Spanierin Garmendia Odriozola (23,0), ebenfalls zweistellige Werte stehen für US-Girl Stephanie Lynn (19,0), die ursprünglich aus Bulgarien stammende Gergana Georgieva (12,3) und die Kanadierin Alexandra Polishchuk (12,0) zu Buche. Integraler Bestandteil der Rotation ist mit rund 30 Spielminuten im Schnitt die in Großbritannien geborene US-Amerikanerin Leah McDerment.

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