Frauen Fußball: Überraschungssieg in Hemmerden

Fußball : SV Hemmerden jubelt nach 120 Minuten

Niederrhein-Pokal: Auch in Rosellen feiern die Fußballerinnen ihren 2:1-Erfolg über den CfR Links. Beide Vereine aus dem Rhein-Kreis setzen sich gegen höherklassige Teams durch und ziehen ins Viertelfinale des Wettbewerbs ein.

Voller Erfolg für die Fußballerinnen aus Hemmerden und Rosellen im Niederrhein-Pokal: Beide Mannschaften setzten sich mit 2:1-Heimsiegen gegen die angereisten Favoriten aus Bocholt und Links durch.

SV Hemmerden – Borussia Bocholt 2:1 n.V. (1:1). Zur anschließenden Jubeltraube mussten die Spielerinnen des SV die letzten Kräfte mobilisieren. 120 Minuten voller Einsatz und aufopferungsvolle Defensivarbeit gegen eine haushoch favorisierte Borussia aus Bocholt steckten den Spielerinnen von Manuel Donner in den Beinen, als sie lautstark im Kreis den späten Siegtreffer feierten. Dabei hatte die Partie gegen den Aufstiegsaspirant in Liga zwei denkbar schlecht begonnen. Bereits nach sechs Minuten erzielte Bocholt die 1:0-Führung und legte gleich mit Großchancen nach. Doch der SV widerstand der gegnerischen Anfangsoffensive und witterte spätestens nach dem Ausgleichstreffer der agilen Jessica Froitzheim (24.) die Überraschung. Taktisch überließ Hemmerden der Borussia weitgehend das Feld und die Gäste bissen sich an der eng gestaffelten Defensive der Hausherrinnen die Zähne aus. Julia Donner und Mareike Esser waren in der Innenverteidigung nicht zu überwinden und so blieb es bei Abschlüssen aus der Distanz, die Regina Mennicken im Tor sicher zu entschärfen wusste. „So haben wir uns das vorgestellt. Wir wussten, dass wir vorne ein paar Szenen bekommen würden und haben die Chancen genutzt“, freute sich SV-Trainer Donner über seinen Plan, den Sandra Kosfelder mit ihrem entscheidenden Tor in der 114. Minute aufgehen ließ.

SV Rosellen – CfR Links 2:1 (2:1). Richard Dolan, Trainer des SV Rosellen, freute sich ebenfalls über einen gelungenen taktischen Schachzug. „Wir wussten von Links, dass sie viel mit diagonalen Bällen spielen. Wir waren vorbereitet, haben den Gegner etwas kommen lassen und das Zentrum geschlossen“, so Dolan, der sich auf sein defensives Zentrum um Barbara Hupp und Isabell Zöllkau sowie die laufstarke Andrea Brandt im Mittelfeld verlassen konnte. Auf der Anzeigetafel war das Endergebnis bereits nach einem Viertel der Spielzeit vermerkt. Tamara Iffländer hatte Rosellen in Front geschossen (7.), Catharina Makosch für die Gäste jedoch wenig später wieder ausgeglichen (16.). Dorothy Heber erzielte den Siegtreffer nach 21 Minuten. „Das war ein völlig verdienter Sieg“, so Dolan.

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