Versöhnlicher Abschluss für die Elephants: Försters Spaßarbeiter

Versöhnlicher Abschluss für die Elephants: Försters Spaßarbeiter

Den Elephants Grevenbroich gelingt mit dem 101:57-Kantersieg über Bielefeld ein versöhnlicher Abschluss einer ziemlich verkorksten Saison

Was wäre gewesen, wenn . . ? Wenn Aufbauspieler Chris Rodgers aus der Distanz immer so traumhaft sicher abgezogen hätte wie am Samstag beim letzten Korb zum deutlichen 101:57-Erfolg (52:31) der Konstantin Elephants über den TSVE Bielefeld? Wenn der von Verletzungen geplagte Center Sasa Zivanovic (22 Punkte in knapp 21 Minuten bei einer Wurfquote von 64 Prozent) immer so gut drauf gewesen wäre wie zum Kehraus der Saison in der Basketball-Regionalliga? Wenn der kleine Ersatz-Spielmacher Anday Ergen (sechs Assists) mehr solcher kontrollierten Auftritte wie gegen den Zweitliga-Absteiger gehabt hätte? Dann wäre für die als Vizemeister angetretenen Elephants ganz sicher mehr drin gewesen als der letztlich enttäuschende fünfte Tabellenplatz - satte zwölf Punkte hinter dem Meister Bayer Giants Leverkusen.

Immerhin, gegen die stark ersatzgeschwächt angetretenen Ostwestfalen gelang den Schloss-Städtern ein versöhnlicher Abschluss, der den stets kritischen Trainer Heimo Förster verständlicherweise aber nicht in Euphorie geraten ließ. "Das war okay", bilanzierte er nüchtern. Einen Hinweis darauf, welche Spieler aus dem aktuellen Kader auch in der kommenden Spielzeit noch das Trikot mit dem Rüssel tragen werden, gab er nicht. "Das entscheidet sich in den nächsten zwei, drei Wochen", kündigte er jedoch an. Gegen Bielefeld nutzte das Team die günstige Gelegenheit, die rund 450 Zuschauer mit einem guten Gefühl in die lange Spielpause zu entlassen. Alle neun eingesetzten Akteure punkteten - am besten taten das neben Zivanovic (22) und Rodgers (20) Timo Verwimp (13), Matthias Wojdyla (11) und Alexander Schreiber (10), der zudem den nun zum Erstligisten Paderborn Baskets wechselnden Jungstar Robert Hülsewede (nur zwei Punkte) an die Kette legte. "Uns wurden heute deutlich die Grenzen aufgezeigt", stellte Bielefelds Coach Raoul Kämpfe fest, "allerdings haben wir auch quasi ohne Backcourt gespielt". Mitzuhalten vermochte nur der US-Amerikaner Nicholas Michael (25 Punkte). Ein Gegner wie gemalt zum Saisonabschluss.

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(NGZ)
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